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Von Doonan bis Cairns

Ab jetzt sollen erst  die richtigen sehenswerten Sachen kommen, wurde mir oft gesagt. Ich wurde keines Besseren belehrt.

In Doonen blieb ich doch noch drei Tage länger als gedacht, Victor meinte das wäre schon in Ordnung und auf das Wochenende kommt es auch nicht mehr an. Seit über zwei Monaten habe ich am 27.10.08 Noosa am forty mile Beach im Rückspiegel auf Wiedersehen gesagt.
Das erste Ziel ist Fraser Island: Auf der Insel gibt es Sanddünen, Regenwald, Steppe, jede Menge Strand und Süßwasserseen an denen die Wellen  weißen Sand anschwemmen. Fraser Island ist die größte natürlich entstandene Sandinsel der Welt (durch Strömungen wurde der Sand über Jahrtausende abgelagert). Alle Straßen aus an den Resorts sind Sandpisten und zum Teil sehr tief mit weichem Sand.  Eine Woche habe ich mich auf Fraser aufgehalten. Mit den Sandpisten hatte ich keine Probleme stecken zu bleiben, was sich aber im Norden noch geändert hat. Ganz Fraser gehört zum Great Sandy NP, wobei auch noch ein Stück vom Festland dazugehört.
Die Nächte habe ich im Regenwald oder am Strand verbracht, wobei ich am Tag die Sandpisten gefahren bin oder im Park gelaufen bin  oder gelegentlich, eigentlich jeden Tag am offenen Meer geangelt habe. Die Hammerstone Sandblow am Lake Wabby war meine erste Sanddüne die ich gelaufen bin, und es ist ein unglaubliches Gefühl  durch den Sand zu laufen während die frischen Winde vom Ozean für ein angenehmes Klima sorgen. Am seventy-fife mile beach, der an manchen Tagen einem Highway ähnelt, liegt auch ein Wrack (Maheno)direkt am Strand, von dem  1932 gesunkenen Schiff ist nur noch ein Bruchteil zu sehen.  Bei Ebbe kann man drum herum laufen. Manchmal habe ich den Tag mit Frühstück bei Sonnenaufgang begonnen, was ein sehr schöner Start in den Tag ist.
Laut meiner Karte ist der Norden der Insel sehr tiefsandig und weich, woraus ich den Schluss zog daß ich an die Westseite der Insel fahren werde. Am Wathumba creek muss man einen kleinen Seitenfluss durchqueren. Kurz nach dem creek kam ein Stück das am Rande der Mangroven durchführte. Hier nun habe ich es geschafft das Auto so fest zu fahren, daß der komplette Unterboden des Autos aufsaß und alle vier Räder durchdrehten. Der Schlamm war so hartnäckig, das er alles festgesaugt hatte was ihn berührte. Nach ein paar hilflosen Versuchen  habe ich Herbert um Hilfe gebeten, mit dem ich zuvor noch am Strand spazieren ging. Wir hatten ca. vier Stunden Zeit bis die Flut kam und mein Auto im Sonnenuntergang davon schwimmen würde. Erst haben wir es nur mit der Seilwinde  versucht, die ich nachdem ich die Achsen vom Schlamm befreit hatte unter dem Auto durchgezogen habe( ich sah aus wie eine Sau die sich  im Schlamm gesuhlt hat). Es gab nur die Möglichkeit das Auto nach hinten raus zu bekommen, da vor mir nur Bäume in Mangroven waren. Nachdem dies nicht funktioniert hatte, haben wir den Schlamm um die Reifen entfernt(ca.50 cm tief) und Baumstämme unter die Reifen gelegt, wobei wir jeden einzelnen Reifen mit dem High-Lift –Jack hoch gehoben haben.
Mit  Seilwinde, Herberts Muskelkraft und dem Gaspedal, haben wir es nach drei Stunden geschafft, den Landcruiser wieder auf festen Untergrund zu bekommen.
Da es schon sehr spät war, habe ich beschlossen mein Camp bei Herbert aufzuschlagen. Wir waren die einzigen auf dem campground. Mit einem Abendessen habe ich mich bei Herbert bedankt, und beim Feuer mit einem Bier habe ich die ein und andere schöne Geschichte gehört und erzählt.
Am nächsten Morgen hatte ich erstmal eine ganze Weile zu tun bis das Innere des Autos wieder bewohnbar war, da am Vortag so ziemlich alles gebraucht wurde, was ganz unten im Stauraum lag.
Mit der Fähre verließ ich Fraser ein paar Tage später um weiter nach Norden zu fahren.
Das Wetter wird jetzt immer wärmer und hier (in den Atherton Tablelands) ist es wie im Gewächshaus. In manchen Flüssen leben hier Krokodile. Gesehen habe  ich aber noch keines, obwohl an manchen Flüssen  Hinweißschilder angebracht sind.
Magnetic Island habe ich mit dem Fahrrad erkundet. Einen Tag lang bin ich von Bucht zu Bucht und über Berge geradelt. In den Parks habe ich mich mit Australier unterhalten.
Im Norden von Queensland (flächenmäßig größer als Deutschland) wird Zuckerrohr auf riesigen Feldern angebaut.
Den Barbeque  benutze ich auch als Ofen um mir meine eigenen Kekse oder Kuchen zu backen (Bananenkuchen ist zur Zeit sehr in) , ansonsten benutze ich den Barbeque fast jeden Tag, da ich so gut wie alles damit  zubereiten kann.
Mittlerweile bin ich kurz vor Cairns in den Atherton Tablelands die sehr schön sein sollen.
Kurz nach Ingham (eine italienische Stadt in Australia) stand ich vor  dem größten einstufigen Wasserfall Australiens mit 268 m. Durch den Regenwald gelangt man an den Fuß des Wasserfalls an dem das Wasser nur noch als Staub ankommt. Ich weiß  nicht mehr, wie lange ich in der Schlucht saß und diesen Anblick genossen habe.
Hier im Norden wachsen Palmen von denen ich  ausreichend  Kokosnüsse in mein Auto lade.
In Atherton Tablelands sind die unterschiedlichsten Landschaften zu sehen:  Wasserfälle und sehr schöne Regenwälder in denen auch Kauri Bäume wachsen. Der Lake Tinaroo  hat es mir so richtig angetan, hier  hielt ich mich mehrere Tage auf. Nach eintägigem Stopp in Cairns  bin ich weiter gefahren bis zum Cape Tribulation. Hier wächst der Regenwald  bis zum Strand. Bei einem Strandspaziergang entdeckte ich auch ein kleines Riff direkt am Strand. Auf dem Rückweg von Cap Tribulation habe ich mich noch ein paar Tage in Cairns aufgehalten. Im Aboriginie Kunstcenter habe ich gelernt ein didgeridoo zu spielen. Von der Ostküste werde ich mich von Cairns auf den Weg in das outback begeben. Das erste Ziel ist Mount Isa, von dort werde ich  nach Alice Springs fahren.
Am letzten Tag habe ich mir das Great Barrier Reff  angeschaut. Dies war einfach ein unglaubliches Erlebnis, durch all die vielen bunten Fische und Korallen zu tauchen und zu schnorcheln.
Die Luftfeuchtigkeit und die Wärme stiegen von Tag zu Tag je weiter ich nach Norden kam.
Hier in Cairns hatte es gestern 41 Grad in der Sonne.

Das Reisen hat mich wieder. Es ist einfach schön auf den Straßen Australiens zu fahren, das Land und die Tiere zu sehen sowie  die sehr netten Menschen hier kennen zu lernen.



                                       






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