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Von Cairns nach Alice Springs

Nun heißt es sich von der Ostküste zu verabschieden, und ins outback zu fahren. Von Cairns aus bin ich über die Tablelands ins Hinterland gefahren, wo sich dann auch ziemlich schnell die Landschaft verändert hat, nachdem ich die Great Dividing Range hinter mir hatte. Die Abstände der Bäume wurden größer, die Landschaft flacher und die Straßen länger gerade. Schon bald fuhr ich auf einer Gravel Road, auf der es erst wieder nach 257 KM eine Tankmöglichkeit bzw. Zivilisation zu erreichen gibt. Auf dieser Straße habe ich die ersten Tiere entdeckt, Emus rannten neben mir auf der Straße, Kängurus hüpften über die Straße und auch die ersten Wilden Kamele habe ich hier gesehen. Von Hughenden aus fuhr ich auf dem Flinders Hwy nach Mount Isa. Dieser Abschnitt, war Landschaftlich sehr schön. Hier habe ich bis zum Horizont flaches Land gesehen das nur verwelkter Spinnefix  aufwies. Und ich fuhr in den Horizont. Die Tagesetappen sind hier um einiges größer und konstanter als an der Ostküste. Zwischen 400 und 600 KM lege ich am Tag zurück.

Mount Isa ist eine Mienen Stadt bzw. mit sehr vielen Stollen direkt am beginn oder Anfang der Stadt. Von hier aus fuhr ich den Plenty Hwy nach Alice Springs. Der Plenty Hwy ist eine über 800 KM lange Schotterpiste und zum Teil nur einspurig, was für europäische Verhältnisse nicht als Hwy zählt. Diese Pisten sind meist Viehpfade, oder waren es einmal.
Am Anfang des Hwy habe ich mich gleich zweimal festgefahren, da die Straße sehr matschig war. Der letzte Regenguss ist nicht lange her gewesen. Das erste Mal, hatte ich mich sehr schnell mit Hilfe des High-Lift-Jacks und der Seilwinde selbst befreit, während mich beim zweiten Mal ein anderer Landcruiser rausgezogen hatte. Der Rest der Strecke lief ohne weitere Probleme. Die Landschaft ist auffallend grün hier, was mit dem vielen Regen zu tun hat, der in der letzten Zeit gefallen ist. Mittlerweile haben sich auch die Rot-, braun- und Ockerfarbtöne verstärkt, was in sehr schönem Kontrast zu dem grünen Spinnefix und den Eukalypten steht. Auch die Anzahl der mir entgegenkommenden Autos nahm eindeutig ab. Auf den ganzen 800 km kamen mir gerade mal ca. 10 Autos entgegen. Die letzten paar Kilometer legte ich noch auf dem Stuart Hwy zurück, bevor ich in Alice Springs einfahre. Die Stadt in Zentral Australien.
In Alice Springs habe ich erstmal die Vorräte aufgefüllt, das heißt Sprit und Lebensmittel.
Von hieraus bin ich für ein paar Tage in die West Macdonells gefahren (Range). Hier gibt es viele Waterholes, Gorges (Schlucht) und schöne Wanderwege. Nach den Macs, wie sie hier genannt werden, habe ich mich auf den Weg zum Ayers Rock Kata Tjuta, ( auch bekannt als die Olgas) und Kings Canyon gemacht. Dies sollte aber nicht meine letzte Tour zum Rock, Kata Tjuta und Olgas sein, wie sich bald heraus stellte.
Auch hier war alles sehr grün, was eigentlich gar nicht der Fall ist. Denn im November und Dezember hatte es ziemlich stark und beständig geregnet. Mittlerweile hat sich das aber wieder geändert, und die Landschaft wird trockener.
Wieder zurück in Alice, habe ich durch Zufall, diesen Job bei ATA (Adventure Tours Australia) als Hostie bekommen. Wir fahren für drei Tage um Ayers Rock, Kata Tjuta und Kings Canyon. Mein Job ist es Essen zubereiten, Betten machen und mich um die Passagiere zu kümmern. Dieser Job ist etwas anderes, eine sehr schöne Erfahrung und macht viel Spaß. Außerdem lerne ich Leute aus der ganzen Welt kennen, und arbeite mit lauter Australischen Jugendlichen zusammen. Die Tage sind sehr lange, ca. 15-18 Stunden, aber spaßig. Ein schöner Sonnenuntergang am Ayers Rock entschädigt, und zeigt wie schön das Land sein kann.
Nicht selten, bin ich für mehrere Touren unterwegs, das heißt 1-2 Wochen on the road und dann wieder 1 bis 2 Tage frei. So war ich auch ein paar Tage vor Weihnachten (das ich mit den anderen am Rock (Ayers Rock) gefeiert habe) bis zum 6 Januar non Stopp on Tour.
Silvester wurde dieses Jahr bei 28 Grad am Pool gefeiert.
Die Temperaturen sind mittlerweile bis zu 45 Grad gestiegen. Es ist dann schon lustig, wenn die Europäer von bis zu minus 20 oder 25 Grad sprechen. Für Sie ist es ein Schock, für mich ist es normal.
Wenn ich dann mal frei habe, geht es auf ins outback auf eigene Faust oder mit den anderen Guides. Dort campen wir dann, und genießen die freien Tage. Wenn ich in Town bleibe (Alice Springs) geht es auf einen Campingplatz, auf dem ich Backpacker treffe und mit ihnen meine freien Tage verbringe.
Dies ist eben sehr schön, da das Red Centre so einiges zu bieten hat, obwohl es sehr weit von einander entfernt liegt und nicht an einem Tag komplett zu erkunden ist.
So sieht man auch hier in Alice viele Aboriginies, die aber so gut wie alle alkoholabhängig sind und nicht mehr nach traditioneller Art leben. In Communities jedoch leben noch einige nach dieser Art. Außer an Roadhouses trifft man sie eher selten, da eine Genehmigung notwendig ist um die Communities zu besuchen.
Die Zeit hier im Zentrum Australiens gefällt mir sehr gut, ich kann arbeiten (mit Australiern, die haben immer Power), treffe Leute aus der ganzen Welt und sehe auch noch so ziemlich alles vom Red Centre.
Mittlerweile habe ich auch schon einen Hubschrauberflug über die gigantische Gilles Range gemacht wo auch der Kings Canyon ist. Einfach atemberaubend schön, das alles aus der Luft zu sehen.

Ich werde noch bis ende Februar bei ATA arbeiten und dann nach Norden aufbrechen, wenn der Regen etwas nachläst und der schönste und größte NP Australiens nicht mehr ganz so tief im Wasser steht (Regensession).




                                           





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