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Outdoor hits Berlin City

Es war mein erster Besuch in der Hauptstadt. Noch bei keiner Unterkunft in einer Stadt war ich so hin und her gerissen wie in Berlin. Entweder in der Stadt, dort würde ich auf die Massen junger Leute in den Hostels treffen die Party machen wollten oder doch etwas ruhiger. Etwas außerhalb vielleicht. Ich bin kein Partygänger. Selten wenn es mal vorkommt gehe ich lieber etwas trinken oder auch mal ins Kino. In dieser Hinsicht wirke ich wahrscheinlich etwas langweilig auf manche Leute.

Ich fand ein schönes Plätzchen im Stadtteil Dahlem in einem Waldstück nahe dem Jagdschlöß Grunewald. Mitten in der Natur. Gülnur nannte in der Lodge einige Gegenstände der Fußball Weltmeisterschaft 2006 ihr Eigentum. Darunter auch das Potest auf dem der Pokal stand, der Schluss endlich die Italiener bekamen. Ich hatte ein Vierbetzimmer das ich mit einem Australier der ebenfalls erst aus Island kam, einer Polin und einer Italienerin geteilt.

Am ersten Tag versuchte ich mir einen groben Überblick über das Zentrum zu verschaffen. Alles zu sehen war unmöglich. Ich lies es auf mich zukommen. Die kleinen Dinge am Wegesrand sind meist die schönsten. Um schneller voranzukommen nahm ich das Rad. Ich hatte super Wetter. Ein Abenteuer für sich in all dem Verkehr mitzufahren. Ständige Achtsamkeit ist gefragt doch wenn man erst einmal in dem Strom mitfährt macht es richtig spaß. Im Flow der Großstadt. Vorausgesetzt man muss nicht alle 200 Meter an einer Ampel halten. Später nahm ich öfters die öffentlichen Verkehrsmittel. Ich kannte mich immer besser aus, wechselte zwischen Bus U Bahn S Bahn und Tram.

In den ersten Tagen habe ich mir unterschiedliche Stadtteile angesehen. Die erste Zeit verbrachte ich in den neueren Stadtteilen. Von Charlottenburg bis Schöneberg, Mitte und Teile von Kreuzberg. Anschließend die Alt Stadt (Ost Berlin) bis Neukölln, Friedrichshain und Prenzlauer Berg. Kultur stand ständig auf dem Tagesplan. Ich hatte das Glück in der richtigen bzw. letzten Woche in Berlin zu sein an der das Pergamon Museum noch offen hatte. Nach der besagten Woche soll für fünf Jahre renoviert und umgebaut werden. Einige der Musen, darunter auch die Museumsinsel waren absolut sehenswert. Allein schon die Räumlichkeiten des Neuen Museums . Beim Krieg wurde es sehr stark beschädigt. Jetzt war die alte Baussubstanz mit in die neue integriert. Höhenpunkte der Musen waren die Büst der Nofretete und Die Fassade des Pergamons Altars.

In Berlin konnte ich sehr günstig einkaufen und natürlich auch Essen gehen. Von Gebratenen Nudeln ab 2,5 Euro für „to go“ bis leckere Asiatische Küche. Überall fand man schöne Ecken. Manchmal bin ich einfach nur zum Inder nach Friedrichshain gefahren, Eis essen in Kreuzberg in einem Park gewesen oder auf ein Guinness in einer Bar in Schöneberg.

Zu dieser Zeit liefen Scharen von Menschen durch Friedrichshain.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Skyline von Berlin zu sehen. Am schönsten natürlich kurz vor Sonnenuntergang wenn die Sonne hinter den Häusern verschwindet und die Lichter in der Stadt angehen. Am bekanntesten ist wohl der Ausblick vom Fernsehturm auf die „grüne“ Stadt. Bestimmt auch etwas teurer als im Park Inn Hotel gegenüber. Der Fahrstuhl A. beförderte mich in Sekunden in den 37. Stock. Dort kostete der Ausblick vom 40. Stockwerk  3 Euro.

Besonders gefielen mir die vielen Museen und Ausstellungen der Kriegszeit und der Zeit der Mauer.

Neben dem Reichstagsgebäude befand sich am Rande vom Tiergarten das sowjetische Denkmal unter dem etwa 2000 Menschen beigesetzt wurden. Die Informationsquellen waren so groß dass es schwer war alles zu sehen und aufzunehmen. Darum ging es mir aber auch gar nicht.

Für zwei Tage war ich mit Shy unterwegs. Shy kam aus Israel und war international im medizinischen Bereich tätig. 6 Monate. Dann wurde es zu viel. Er kündigte. Er nahm mich des Öfteren mit dem Auto mit.  In Charlottenburg nahe zum Kurfürsten Damm hatte er eine Wohnung. Wir liefen spazieren, waren Pizza essen und standen auch mal vor verschlossenen Museumstüren.

Am letzten Tag musste ich mich entscheiden ob ich in das Olympia Station wollte oder zum Musical. Zwei Dinge die sehr verschieden sind aber dennoch eines Gemeinsam haben. Eine Erfahrung bzw. ein Erlebnis mehr. Vor dem Station hätte ich die Möglichkeit gehabt eine günstig Karte für das Spiel Herta gegen Wolfsburg zu bekommen.

Am Vorabend entschied ich mich aber für das Musical „Hinterm Horizont. Eigentlich war es bereits von Anfang an klar. Ich bin kein besonders großer Fußballfan. Unweit des Boulevards der Stars Im Theater am Potsdamer Platz ging um 19 Uhr das Musical „Hinterm Horizont“ los. Es war mein erstes Musical das ich sah und ich muss sagen es hat mir sehr gut gefallen. Die ganze Bühne lebte zur Geschichte vom Mädchen aus Ost Berlin.

Man sagt dass in Berlin Wildschweine leben. Ich habe viele Mäuse und Ratten gesehen und eines Abends als ich zurück zum Hostel lief sah ich mehrer schatte vor Büschen neben der Straße. Ich hatte nur wenig Licht von den Straßenlaternen. Ich schätzte es waren über 10 Wildschweine. Als ich mich näherte um das Geschehen zu Filmen liefen sie in die Büsche. Nach weniger Sekunden kam aus dem Busch ein Keiler heraus. Er lief ganz langsam direkt auf mich zu. Mich überkam ein Gefühl der Angst. Eigentlich war es schon Panik gewesen. Ich drehte mich schnell um und lief über die Straße auf die andere Seite und noch ein Stück weiter. Als ich zurückblickte sah ich den Keiler nicht mehr.   

 

Ich blieb neu Tage in Berlin. Obwohl ich während den letzten Reisen für bis zu drei Wochen in großen Metropolen blieb, spürte ich jedes Mal den Drang die Stadt wieder zu verlassen. Ich habe mich auch schon gefragt ob ich in einer solchen Stadt leben könnte. Ich glaube nicht und vor allem nicht in einer so großen. Ein Plätzchen in den Westfjorde Islands würde mir da schon eher zusagen. Wären da nur nicht die Minus 15 Grad und die Dunkelheit zur Winterzeit

 

Viel habe ich gesehen, nur eines ist gewiss noch offen. Den Club der Visionäre zu besuchen. Ein Fotograf den ich getroffen habe hat mir davon berichtet. Ein Grund um wieder zu kommen. Vielleicht finde ich ja auch noch ein paar andere Gründe. Bestimmt.




 

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