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Nach Salamanca

Als ich am Abend zurück von Meridias Altstadt in die öffentliche Herberge kam, war ich sehr überrascht über die vielen Pilger die ich dort antraf. Insgesamt übernachtete in dieser Macht 8 Pilger in der Herberge. Ich bin sehr früh ins Bett und habe angefangen einen Roman zu lesen. Um 23 Uhr habe ich mich schlafen gelegt, da ich am nächste Morgen früh aufbrechen wollte. Für den nächsten Tag war Regen ab 11 Uhr angesagt. So dachte ich mir es wäre am besten um 7 Uhr loszugehen um die 16 Kilometer lange Etappe möglichst im Trockenen zu meistern. Die Nacht war die Hölle, immer wieder bin ich durch das laute Schnarchen der Pilger wach geworden. Ich hoffte, dass sie nicht dieselben Etappen und Unterkünfte wie ich nehmen bzw. haben werden.

Als ich am Morgen um kurz vor sieben meine Sachen packte und hinaus in den Vorraum ging um sie dort zu packen sah ich auf der Bank eine sehr müde aussehende Pilgerin sitzen. Als sie bemerkte, dass ich mit dem Rucksack den Schlafsaal verlies, verschwand sie im Saal aus dem ich kam. Ich schaute ihr noch hinterher als sie sich erschöpft auf die Matratze neben dem doppelstock Bett in dem ich zu unterste geschlafen hatte fallen ließ. Nur kurz danach kam mir der junge Radpilger mit einer Matratze entgegen. Er hievte sie mit Mühe von dem Gang der zu den Toiletten führte in den Schlafsaal zurück. Offenbar war ich nicht der einzige gewesen der nicht gut schlafen konnte. Die beiden hatte sich wohl geschlagen gegeben und flüchteten in ruhigere Lage.

Um kurz nach halb acht war ich soweit. Ich frühstückte kurz und packte meine Sachen in den Rucksack. Anschließend lief ich los. Draußen war es noch dämmrig. Eigentlich wäre es noch zu früh gewesen um aufzubrechen. Da ich den Weg zu Beginn bis zum großen Aquadukt kannte war es kein Problem und die Chance mich zu verlaufen war sehr gering.

Der Weg führte mich auf Straßen und über mehrere Kreisverkehre bergauf, bis ich am ehemaligen Stausee von Proderpina ankam. Er ist der größte noch erhaltene Stausee der Römer, einst floss das Wasser aus diesem See in etwa 10 Kilometer Länge über die Aquädukte nach Emirate Augusta.

 

 


Der etwas über 20 Meter hohe Staudamm wurde aus Steine und Römerbeton hergestellt. Der Beton wurde auch häufig für die großen Theater in denen die Gladiatoren kämpften verwendet.

 

 


Die Staumauer. Der See fast etwa 5 Millionen Kubikmeter Wasser.

 

 

  

Ich kam sehr gut vorwärts und lief nach dem Stausee durch Buschlandschaften auf zu Beginn breiten Wegen die nach einiger Zeit immer schmaler wurden. Um ca. 10.30 fuhr der junge Radpilger an mir vorbei. Ich schreckte kurz auf als er grüßend an mir mit „Bien Camino“ vorbeifuhr. Ich rechnete mit niemand als ich dabei war die Regenjacke anzuziehen und das Cover über den Rucksack zu stülpen. Es fing an zu tropfen.

Als ich bereits einige Zeit unterwegs war kam mir der Gedanke, dass ich ja vergessen hatte in Mérida Geld vom Geldautomaten abzuheben. Ich hatte es am Vorabend und zu Beginn am Morgen versäumt. Ich ärgerte mich darüber und hoffte einen Bankautomaten in Aljucen vorzufinden. Ansonsten musste ich einen Bus zurück nach Merida nehmen. Etwa knapp ein Kilometer vor Aljucen wurde der Regen dann heftiger und die Hose war bereits kurz davor zu triefen als ich Schutz unter einer Autobahnbrücke fand und ins Gespräch mit mehreren Männern kam. Sie waren dabei Pause zu machen. Sie schnitten die Reben auf dem riesigen Feld an dem ich soeben vorbei lief zurück. Der Regen war aber bestimmt auch ein Grund um hier unter der Brücke etwas Schutz zu finden. Die meisten Reben an denen ich vorbei lief waren bereits zurückgeschnitten. Bei nur sehr wenigen musste diese Arbeit noch erledigt werden.

Als ich dort so eine Weile stand und mich mit den Leuten unterhielt hörte es auch bald auf zu regnen und ich ging weiter.

Gleich zu Beginn als ich Aljucen erreichte, fragte ich nach dem Weg zur Bank. Es gab keine Bank bzw. Keinen Geldautomaten. Nach der dritten Person die ich fragte habe ich mich geschlagen gegeben und klingelte an der Pforte der Privaten Herberge. Ein Mann öffnete mir die Türe und ich begann im von meinem Problem zu erzählen und fragte nach einem Bus oder einer anderen Möglichkeit um nach Merida zu kommen. Ein Bus fährt nicht berichtete er und bot mir nach einigen Minuten an mich mit seinem Auto zum nächsten Automaten zu fahren. Es war mir auf jeden Fall sehr unangenehm denn ich hatte es schließlich versäumt auf meine Geldreserven zu achten. Blöder Weise hatte ich auch keine Reserven mehr im Rucksack die eigentlich für genau solche Fälle gedacht sind. Hin oder her, schlechten Gewissens willigte ich ein und war dem Mann sehr dankbar für sein Entgegenkommen.

Zuerst erledigten wir die Registrierung und ich bekam einen weiteren Stempel in meinen zweiten Pilgerpass. Anschließend wurde mir das Zimmer gezeigt und ich hing das tropfende Rucksackcover zum Trocknen auf. Er machte in dieser Zeit das Auto paart und wartete im Vorhof auf mich. Ich stieg in das ältere Opel Model ein und wir führen los. Es war eine abenteuerliche Fahrt. Der linke Scheibenwischer knackt jedes Mal sehr laut wenn er am Anschlag war. Der Regen wurde immer stärker und fiel jetzt als Platzregen vom Himmel. Er meinte es gäbe eine nähere Bank und so führen wir über Pisten vorbei an Feldern nach Mariella. Die Straße wies sehr viele Schlaglöcher auf vor deren er immer stark abbremste um anschließend wieder Gas zu geben. Wir kamen in dem Ort an und ich wurde gefragt zu welcher Bank ich den möchte. Ich sagte es würde keine Rolle spielen und kurze Zeit später hielten wir auf der gegenüberliegenden Straßenseite einer Bank auf die ich zulief. Als der Mann in der Bank mir die Türe öffnete meinte er es würde hier keinen Automaten geben, aber eine Straße weiter um die Ecke. Ich lief zu dem Automaten nachdem ich dem Hospitaleros im Auto kurz Bescheid gab wohin ich lief. Er wartete hier und ich lief zu dem Automaten. Dort angekommen, die Karte eingeführt und den Pin eingegeben, erschien auf dem Display dass ich keine Möglichkeit hatte an Geld zu kommen. Nach dem dritten Versuch wurde ich etwas unruhig und lief in die Bank um nachzufragen. Mit dem Automaten sei alles in Ortung und es würde an meiner Karte liegen. Zurück bei Auto berichtete ich von der Situation und ohne mit der Wimpern zu zucken sagte Fernando dass wir nach Merida fahren wurden. Ich war heil froh das er mir diese Option anbot und ich willigte dankend ein. Es war eine schreckliche Fahrt den nach und nach tauchten zweifelnde Gedanken in meinem Kopf auf ob die Karte vielleicht doch gesperrt sein. Sollte dies der Fall sein würde ich alt aussehen da ich auch mein Handy nicht dabei hatte um sie gegen falls zu entsperren. Das Handy war in der linken Hüfttasche des Rucksackes der wiederum in der Herberge in Aljucen lag. Nach einer gefühlten Ewigkeit erreichten wir einen Vorort von Aljucen mit mehreren Banken. Nach wenigen Minuten verlies ich beruhigt mit Geld die Bank. Zurück führen wir auf der Autobahn und mir wurde klar das dies soeben mein erstes Erlebnis auf einem Pilgerweg in einem Auto war. Was für ein Tag. Zurück in der Herberge hatte ich noch den ganzen Nachmittag den ich mit Lesen, Schreiben, Bildern sortieren, Wäsche waschen und in einem Café im Ort verbrachte.

Gegen Nachmittag trafen weiter Pilger ein, auch zwei der Schnarcher die führ das unruhig Schlafen in der Nacht zuvor sorgten. Zu meinem Bedauern schlief einer der beiden nur knapp über einem Meter neben mir im selben Zimmer. Der lauteren von beidem zu meiner Freude in einem anderen Zimmer

Nach einem sehr guten Frühstück am Morgen lief ich früher los. Vor mir lag eine knapp 40 Kilometer lange Etappe.

Am Abend bei der Ankunft entschied ich mich noch weiter als Salamanca zu gehen. Ich addiert die Kilometer bis Salamanca und Astorga zusammen und entschloss mich dazu weiter zu laufen als gedacht. Bis Astorga waren es noch etwa 420 Kilometer für die ich etwa 16 Tage Zeit hatte. Das ergab einen Schnitt von etwa 26 Kilometern pro Tag ohne Auszeit. Gewagt aber eine Entscheidung aus dem Bauch heraus die sich gut anfühlt und von der ich wusste, dass sie richtig sein würde.

 

In den folgenden Tagen legte ich fast jeden Tag um die 40 Kilometer zurück. Ich lief diese Etappen ohne sie zu müssen oder zu wollen, es ergab sich einfach so. Ein Grund war sicher auch die Lage der Unterkünfte. Ich glaube das einfach die Zeit für lange Etappen für mich gekommen war. Beschäftigt dich einiges, geht dir einiges durch den Kopf ist es dir möglich körperlich viel zu meistern. Eine Erfahrung die zum Camino bzw. Langstreckenwandern dazu gehört.

Ich kenne das, du begegnest anderen Pilgern, die dir von ihren langen zurückgelegten Etappen berichten und du nicht wirklich den Grund verstehen kannst, da sie ja an all den schönen Dingen „vorbei rennen“. Machst du jedoch dieselbe Erfahrung wie sie, verstehst du es und beginnst nicht zu urteilen oder zu verurteilen. Sondern zu verstehen.

 

 



Kruzifix am Wegrand.

 

 

 





Unterwegs auf dem Camino.

 

 

  


Der erste Meilenstein. Ein klarer sichtbarer Beweis für die „Via de la Plata“. Einer der bekanntesten von allen der einst als Briefkasten diente (Neuzeit).

 

 

 

Caceres erreichte ich zwei Tage später, die Altstadt ist eine der schönste die ich sah und auch sehr ursprüngliche was die Gebäude und Gassen betrifft. Das schätzen auch die großen Zahlen der Touristen die hier in Scharen durch die Gassen liefen. Ich blieb eine Nacht in einer Pension und lief am Folgetag etwa 42 Kilometer bis zum Tajo Stausee, der nach dessen Fluss benannt ist und in Lissabon in den Atlantik mündet.

 

 

 


Am Tajo Stausee führt in Zukunft die Schnellverbindung mit dem Zug nach Portugal vorbei. Knapp 100 Millionen Euro kostet der Bau. Unglaubliche Brücken sind hierfür nötig um die Täler zu überbrücken.

 

 

 


In der Stadt Caceres nisten viele Störche auf den Dächern und Türmen der alten Häuser und Kirchen. Ich war schon überrascht als ich diesen Pfau auf einer Mauer laufen sah.

 

 

  


Am Rande in einer Gasse der Altstadt. Links ist die Stadtmauer.

 

 

 


Sehr imposant. An dem Hauptplatz vor der Stadtmauer. Rechts ein Überbleibsel der Mauren das die Christen nach der Rückeroberung nicht zerstörten.

 

 

  


Der Hauptplatz.

 

 

 

Die Landschaft nach Caceres wechselten stark ab, mal lief ich auf einem Höhenweg, dann wieder auf schmalen Pfade und Pisten durch Weideflächen auf der Via de la Plata deren Überbleibsel oft zu sehen waren. Nicht nur die Erhöhung des Weges deuteten darauf hin, sondern auch die vielen Meilensteine die mal mehr mal weniger gut erhalten waren. Natürlich auch einige der Römerbrücken die durch Renovierungsarbeiten über die Jahrhunderte erhalten geblieben waren.

 

 

 











Unterwegs auf dem Camino.

 

 

  


Blick auf das kastilische Scheidegebirge mit bis zu 2600 Meter hohe Bergen.

 

  

 

Bei der Ankunft in Galisteo erfreute ich mich sehr an der Herberge. Nach einem Telefonat erschien der Hospitaleros, der mir alles in der Unterkunft zeigte und mir weitere Hinweise und Tipps für die weitere Route gab. Da es schon spät abends war und ich ziemlich müde von der langen Etappe war hob ich mir das besichtigen der Altstadt für den nächsten Morgen auf. Von Galisteo ist die alte Stadtmauer komplett erhalten auf der ich zur hälfte lief. Die Blicke reichten über die Dächer und über die Ebenen der Landschaft bis zum Beginn der Berge, die sich weit in der Erne erhoben.

 

 

  





Blicke von der Stadtmauer.

 

 

  


Blick auf die hohen Stufen der Treppe die ohne Geländer hinab in die Stadt führt. Rechts die Kirche.

 

 

  

Auf den Meilensteinen waren Entfernungen eingemeißelt. Diese wiesen die Distanzen zu den Städten, Unterkünfte entlang der Calzada, zu Brücken und weitern Zielen. Auch die Erbauer und die Kaiser waren erwähnt, sodass jeder Bescheid wusste.

 

 

  














Einige der Meilensteine die ich entlang der Via gesehen habe.

 

 

 

 

Die schönste Herberge die ich seither gesehen habe. Die Zimmer waren Zweibettzimmer und einen großen Aufenthaltsraum der sehr wohnlich, heimisch mit offener Feuerstelle und bequemen Sofas ausgestattet war. Die Küche war einfach schön und ich musste einfach etwas kleines Kochen. Ich hatte keine andere Wahl. Ich teilte mir die Herberge mit einem spanischen Pilger und einer deutschen weit gelaufenen Pilgerin. Seit Santiago sprach ich das erste Mal wieder deutsch mit einer Person die mir gegenüber stand.

 

 

  


Was für ein Anblick einer Herberge.

 

 

 

Es war nicht mehr weit und ich hatte die zweite und für mich letzte Region dieser Reise durchquert. Die Extremadura lag bald hinter mir und die Region Kastilien und Leon vor mir. Sie zählt als die bedeutendste und ursprünglichsten von allen da die Christen (Spanier) von hier den Süden Stück für Stück von den Mauren zurückerobert hatten.

 

  

 





Nach dem Verlassen der schönen Herberge lief ich mitten durch eine Finca auf dessen Anwesen Stier gezüchtet wurden. Die Tiere waren nicht in den eingezäunten Weideflächen mit Stacheldraht der an Pfosten gespannt war, sondern sie waren umgeben von einem stabil wirkenden Eisenzaun, der sehr hoch und weiß gestrichen war.

 

 

  

In der Extremadura gibt es die großen Granit Würfel auf deren Oberfläche der Torbogen von Caparra Eingemeißelt ist, der als Wegweiser der Via de la Plata dient. Etwa 50 Kilometer vor der Regionsgrenze läuft jeder Pilger unter dem Bogen hindurch. Einst errichteten die Römer hier eine Stadt nachdem sie die damalige Siedlung eroberten. Davon zeugen heute viele der Ruinen die man hier ausgegraben hatte. Erst letztes Jahr wurde ein kleineres Amphitheater ausgegraben. Es gibt noch vieles zu erforschen. Ich schaute mich dort eine Weile um und auch in dem Informationscenter. Ich konnte hier auch noch meine Wasserflasche füllen, da es auf den nächsten knapp über 20 Kilometern keine weiteren Möglichkeiten mehr gab.

 

 



Eine Pilgerin kurz vor dem Erreichen des Torbogens von Caparra. Gerade aus durch den Bogen ging es weiter auf der Calzada. Links durch den Bogen ging es ins Forum, dem Zentrum des Ortes und rechts auf einer weiteren Calzade hinaus zum Stadttor dessen Grundrisse ausgegraben wurden und weiter vorbei am Amphitheater.

 

  

 


Das Tor von Caparra. Allen vier Bögen sind noch erhalten.

 

 


Die Römer waren sehr gut im Straßenbau. Kaiser Augustus lies zu seiner Regierungszeit die Via de la Plata ausbauen. Ein Weg war schon vorhanden jedoch nicht ausreichend genug und so wurde mit dem Bau der Calzada begonnen. Die Straßen wurden aus mehreren Steinschichten die entlang der Landschaft neben der Route zusammengetragen wurden erbaut. Zu unterste sind die größten. Die als Basis dienten und heute noch oft ausgegraben werden und zu sehen sind. Dann kamen mehrere Steinschichten darüber. Deren Lücken und Fügen wurden mit Sand und kleineren Steine gefüllt und dienten als Dränage wodurch das Wasser abfließen konnte. Die Schlussbeschichtung wurde mit Steinwalzen und per Hand gepresst um ein angenehmeres Gehen für die Tiere und die Menschen zu gewährleisten.

 

 

 

 




ie Straßen waren sehr breit (zweispurig), zwischen fünf und sechs Meter und fielen von der Mitte zu beiden Seiten leicht ab. Manche Schichten waren bis zu einem Meter hoch. An beiden Seiten gab es Wasserkanäle über die das Regenwasser abgeleitet wurde. Durch Kanäle die unterhalb der Straße führte wurde das Wasser auf die andere Seite geleitet.

 

 

  


So etwa könnte der Straßenbau ausgesehen haben.


 

 

Hervas war eine der letzten Städte die ich In der Extremadur erreichte. Sie war besonders schön. Vor allem das alte jüdische Stadtviertel das ich mir abends anschaut, kurz bevor ich den Ort verließ. Ich wollte hier eigentlich übernachten. Die Herberge hatte jedoch geschlossen und in der Touristeninfo wurde mir erzählt, dass die einzige Möglichkeit zu übernachten in einem Hotel sein bei dem die Nacht 30 Euro kostete. Dies war mir zu teuer und so übernachtete ich kurz nach der Stadt auf einer Trasse zwischen Olivenbäume im Zelt.

 

 

 


Die leicht mit Schnee bedeckten Berge oberhalb von Hervas.

 

 

 











Über den Dächern und im jüdischen Viertel von Hervas unterwegs.

 

 


Mein Zeltplatz nach Hervas auf den Terrassen der Olivenbäume.

 

 



Wegweiser mit der Kilometerangabe mit den noch zu verbleibenden Kilometern nach Santiago. Einst waren es 1000.

 

 


Die letzten Kilometer in der Extremadura führen steil bergauf auf einem Teilstück der rekonstruierten Calzda. Rechts ein originaler Meilensteine

 

 

 


Ein Blick über die Mauer und ich sah diese großen Ibericos. Den großen Eber mit den Haaren möchte ich lieber nicht in freiem Gelände begegnen.

 

 

 

In der Kultherberge in Fuenterroble sah ich zwei weiter Pilger und lernte einige der Gäste kennen die zu Gast hier waren. Die Herberge, die Platz für 78 Pilger bietet existierte seit 25 Jahren. Der örtliche Priester hat sie mit Hilfe von Freiwilligen und Hospitaleros über die Jahre errichtet. In all den Räumen und Häusern sind Gemälde, Karten, Bücher und allerlei zu finden. Geheizt wurde mit Feuer und das Obst in den Kisten ist gratis zu nehmen. Eine der wenigen Herbergen die noch auf freiwillige Spendenbasis läuft. Die beiden Pilger waren Pablo, der aus Salamanca kommt und die zwei Tage bis dorthin pilgert. Er ist die Strecke schon mal gelaufen und hatte sich dabei verlaufen als er einen Abzweig verpasste und nicht über den Pico de la Duena mit 1200 Meter ging. Er hatte ein kleines Klappfahrrad dabei um gegebenenfalls ab und zu damit zu fahren was er auch tat. Der zweite war Michael aus Belgien der deutsch spricht und schon seit Jahren durch ganz Europa wandert. Im Jahr etwa 2000 bis 3000 Kilometer. Es ergab sich, dass wir die nächsten zwei Tage bis Salamanca zusammen unterwegs waren. Mal zusammen Mal jeder in seinem eigenen Rhythmus.

 

 

 

Pablo wollte ganz sicher sein, dass der Weg gut zu finden war und markierte die unsicheren Stellen mit einem Spray, dass er in der Herberge von Fuenterrroble bekommen hatte.

 

 

 


Oben angekommen auf dem Pico de la Duena.

 

 

 


Unterwegs nach Salamanca.

 

 


Bei der Ankunft in Salamanca besuchten Michael und ich die Kathedrale und gingen anschließend in die Pension Uria die nur unweit von Pablos Ferienwohnung entfernt war in der wir am Abend unsere Wäsche waschen durften nach dem die letzten Feriengäste gegangen waren. Wir gönnten uns in der grandiosen Stadt die 2002 Kulturhauptstadt Europas war einen Tag Auszeit. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns bei Pablo.


Bis Astorga sind es noch etwa 210 Kilometer die ich in sieben Tage zurücklegen möchte. Nach einer Nacht die ich dort verbringen werde, fährt mein Zug am Nachmittag nach  Madrid. Von dort mehme ich den Nachtzug nach Lissabon.

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