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Mama zu Besuch in Nordirland

Irland ist das erste Land dass ich zum zweiten Mal besuchte. Ich landete in Dublin. Auf den ersten Anblick habe ich nichts wieder erkannt. Erst mit der Zeit, den insgesamt war ich dreimal am Flughafen und habe auch zwei Nächte dort verbracht. Ich glaube ich kenne jetzt keinen Flughafen besser als diesen.

Ich hatte Besuch bekommen. Für eine Woche war ich zusammen mit Mama unterwegs. Vor gut einem halben Jahr habe ich Sie gefragt ob sie kommen mag. In den letzten Monaten war es jedoch ungewiss da sie Problem mit Knochenentzündungen hatte. Zum Schluss klappte es doch noch worüber ich mich sehr gefreut habe.

Wir beschlossen den Ginats Cause Way entlang der Küste zu laufen. Eine Stecke von knappen 50 Kilometer. Die erste Nacht verbrachten wir in einem Hostel mitten in Dublin. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Zug nach Belfast. Uns blieb wenig Zeit um uns in der Stadt umzuschauen denn unser Anschlussbus fuhr bald von er Highstreet weiter nach Norden ab. Die Menschen in der Hauptstadt Nordirlands waren uns dabei eine große Hilfe den richtigen Bus zu finden den er fuhr nicht vom Hauptbusbahnhof ab. Unser Ausgangspunkt der Wanderung war Ballycastel. Im Ort deckten wir uns noch mal mit Lebensmittel ein. In der Tourismusinfo erkundeten wir uns nochmal über Attraktionen entlang am Weg. Uns wurde geraten das erste Stück mit dem Bus zurück zu legen. Wir wussten zwar dass der Abschnitt entlang der Straße nicht schön sein wird, liefen ihn aber trotzdem. Kurz vor der bekannten Hängebrücke Carrick-a-Rede Rope Bridge bauten wir das erste Mal das Zelt auf. Die ganze Zeit übernachteten wir im Zelt und fanden einen schöneren Platz nach dem anderen.

Am zweiten Tag liefen wir direkt entlang an der Küste. Für mich war dies einer der schönsten Küstenwanderwege die ich je gelaufen bin. Ein schmaler Wag führte direkt entlang am Ozean. Die Wiesenlandschaft wechselten ab mit Steinpassagen immer leicht bergauf und ab.

Einige Abschnitte führten auf großen Steinen entlang am Wasser. Wir mussten schon ein bisschen klettern um weiter zu kommen. Zum Glück war der Wasserstand niedrig.

Nahe der Wasseroberfläche und den Klippen flogen viele Vögel vorbei. Möwen kreischten, die Austerfischer stießen ihre schrillen Töne aus. Wir hielten ständig Ausschau nach Roben, Wale und Delfine, konnten aber keine ausmachen. Menschen erzählten uns dass hier die Chance sehr gering sei die Tiere zu sehen. Auf einer vorgelagerten Insel bei Ballcastel soll man viele von den Tieren sehen.

Insgesamt trafen wir nur zwei andere Wanderer die auf demselben Weg wie wir unterwegs waren. Die beiden kamen auch aus Deutschland.

Wir liefen vorbei an zwei Burgruinen, von denen eine nur noch aus drei Mauernreste bestand. Ich Hätte nicht gedacht dass es sich dabei um eine Burg handelte. Die zweite war etwas größer.

Mama kannte sich natürlich besser über die Flora aus. Sie erzählte das dass Wollgraß das wir vermehrt sahen bei uns in Deutschland seit einigen Jahren nicht mehr auffindbar war.

Das wohl größte Wahrzeichen des Weges ist der Giant´s Causway. Von dem der Weg auch seinen Namen hat. Der „Dam des Riesen“ ist der Sage nach die Stelle an dem der Riese nach Schottland lief. Es ist schon fantastisch all die sechs- bis achteckigen Steinsäulen zu sehen die sich bei der Abkühlung der Lava als sie ins Meer floss gebildet haben. Zwischen den Säulen gibt es einen einheitlichen Abstand von ca. 2- 5 Millimetern. Die Seiten der Säulen sind dabei symmetrisch zu den anderen und verlaufen absolut gerade.

Es war aber nicht nur die andere Welt der Natur sondern auch eine andere Welt was den Andrang der Menschen angeht. In Bussen wurden die Menschen bis zu den Säulen gebracht. Wir konnten das Geschehen schon von den Klippen oben betrachten als wir dort hin abstiegen. Kaum ließen wir das Touristeninfo Centre und den Souvenirshop hinter uns verschwanden auch schon die Menschenmengen. Auf der letzten Etappe liefen wir nochmals entlang einem Strand. Schon einige Tage zuvor liefen wir entlang am Wasser eines Strands und Abdrücke von Kühe im Sand entdeckten. Kurz darauf die Kühe selbst die auf einem steilen Stück Grünflache zwischen Felsen und dem Sand grasten. Am Wasser von den Withe Rocks bis Portrush sahen wir eine gestrandete Qualle und einige vereinzelte Muscheln. Beim Pause machen in Portrush schauten wir einer Schulklasse zu die sich spielerisch auf eine Surfstunde vorbereitete.

Der Weg nach Portsuewart führte uns vorbei an einigen Golfplätzen. Ein Sport der in einigen Ländern in denen ich bereits war als normal angesehen wird und lange nicht so teuer ist wie in Deutschland.

Es war schon spät als wir Port Stuart erreichten und vergeblich nach einem Zeltplatz suchten. Wir zelteten eine weitere Nacht wild am Rande vom Ort. Am nächsten Morgen fuhren wir mit dem Bus zurück nach Ballycastle. Wir entschlossen uns die Fähre auf die Insel zu nehmen und dort noch einen Tag zu bleiben. Klar hofften wir Tiere zu sehen. Die Route ergab sich bei einem Gespräch das ich mit einem Iren führte. Wir beschlossen zum östlichen Leuchtturm zulaufen. Von dort entlang der Küste zum Westkap laufen. Es gab kein offizieller Weg. Es war eigentlich nur Farmland. Wir müssten über unzählige Zäune klettern. Ich habe aufgehört zu zählen. Mama sagte es waren über 20 Stück. Es war jedes Mal anstrengend. Erst musste eine geeignete Stelle gefunden werden. Das war nicht einfach den die Zäune selbst waren extrem Hoch und führten sogar Strom. Zweimal berührte ich den Draht und zuckte zusammen.

Wir wurden jedoch für die Strapazen belohnt. Hoch oben von den Klippen konnten wir Seerobben ausmachen. Eine von Ihnen drehte sich geschickt auf einem Stein der aus dem Wasser ragte. Der Stein war kleiner als die Robbe selbst was sehr lustig aussah.

Das schönste jedoch waren die zwei Seeadler gesehen zu haben die vor uns in der Luft ihre Kreise zogen. Die Vögel sind extrem scheu. Einer setzte sich hinter uns gut 500 Meter entfernt auf den Klippenrand. Durch das Abfallen und Aufsteigen der Klippen konnte ich mich unbemerkt nahe an einen Adler heranschleichen ohne das er mich sofort bemerkte. Ich war jetzt nur noch etwa 20 Meter von ihm entfernt. Ein Erlebnis das man nicht vergessen wird.

Am letzten Abend fuhren wir mit dem Bus zurück nach Belfast. Jetzt blieb uns noch etwas Zeit um die Stadt anzuschauen. In den ersten Pub in den wir liefen wurde Karaoke gesungen. Klar, wir vielen sofort auf und alles schaute auf uns. Einer fragte sogar ob wir hier unser Zelt aufbauen wollen. Die Menschen schienen ihren Spaß zu haben, waren alle unglaublich nett und löcherten uns mit Fragen. In einem etwas ruhigeren Pub fanden wir einen Platz an der Bar und gönnten uns zum Abschluss der Tour zwei Guinness.

Mit dem Nachtbus fuhren wir zurück zum Dublin Airport von wo aus Mama zurück flog. Ich verbrachte meine zweite Nacht am Flughafen. Bis zu meinem Flug nach Island hatte ich noch zwei Tage in Dublin.


 

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