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Die Ostseeküste

Es ist schon etwas Besonderes. Ich freue mich immer wieder darüber. Zurück zu sein. Zurück zu kommen nach Deutschland von einer Reise. Dort noch etwas unterwegs zu sein. Etwas zu sehen von dem Land aus dem man kommt. Die Möglichkeit zu haben eine Reise zu erleben ist ein erfüllendes Gefühl. All die Ein- und Ansichten der Begegnungen, Erlebnisse und Erfahrungen die ich davon bekomme. Etwas das bleibt, einen Menschen verstehen läst und ihn verändern. Seine Ansichten und seine Sichtweise. Stück für Stück. Es braucht Zeit das zu verstehen und zu realisieren. Zu verstehen ist es nur wenn man es selbst erlebt hat. Wie mit allem im Leben. 

Das erste das ich in Deutschland wahr nahm war neben all den oben genanten Gedanken und viele weiteren,  ein Schild das rechts aufgestellt am Fahrradweg stand. Sicherheit im Straßenverkehr. Kein Zweifel. Ich war zurück in Deutschland. Noch in keinem anderen Land bin ich auf Menschen gestoßen bei denen die Sicherheit zu meist an oberster Stelle steht. Schade eigentlich, so vieles zieht an einem vorbei. Das Reisen verändert auch diese Ansicht in meinen Augen. Aber das ist ein sehr spezielles Thema und jeder hat das Recht auf seine eigenen Ansichten wie mit allen anderen Dingen auch.

Für die ersten Kilometer veränderte sich die Landschaft fast nicht. Es sah gleich aus wie in Dänemark. Zahllose Windräder standen auf den Feldern. Ganze Windparks waren zu sehen. Dänemark bezieht seinen Strom zu 40% aus erneuerbaren Energiequellen. Einst haben die Dänen das Windrad erfunden. Wer eines kaufen will kann sich den Park unweit von Hirtshals anschauen. Vorrausetzung sind die mehreren Million Euro die dafür nötig sind.

Die erste größerer Stadt die ich erreichte war Flensburg. Es war immer ein Wunsch von mir dort hinzukommen. Damals gab es dort nichts wirklich bestimmtes das mich reizte. Ich glaube wohl eher das es daran lag das sie unmittelbar zur Grenze nach Dänemark liegt. In Verbindung brachte ich die Stadt damals auch durch eine Band. Als ich etwa 14 Jahre alt war lebte ich für ein halbes Jahr in Ravensburg, nördlich des Bodensees gelegen. Während dieser Zeit hörte ich die Musik der Schulband Echt. Obwohl ich die Musik nicht mehr höre ging für mich ein Wunsch in Erfüllung den ich damals hatte. Nach Flensburg zu gehen.

Ich schob mein Rad durch die Fußgängerzone, auf der Suche nach einem bestimmten Buch von dem Verlag Esterbauer. „Bike Line, Rad Fern Wege Deutschland“. Nur kurz vor meinem Tourstart Anfang des Jahres hielt ich die Ausgabe von einem Freund in der Hand. Spätestens seit der letzten Reise und all den Langstreckentouren im Süden Deutschlands die wir zusammen als Tagestouren unternommen hatte, bin ich auf den Geschmack der Radwege gekommen. Bei der Tourenplanung zu Beginn war klar dass ich diesmal über den Osten zurück fahren möchte. Nicht die direkte Route. Sie sind immer die einfachsten, eventuell auch  die komfortabelsten und nicht die schwierigsten. All das macht es ja gerade aus die alternative Route zu wählen. In Flensburg bin ich das erste Mal überhaupt auf die Ostsee gestoßen. Nur zu Schulzeiten war ich einmal an der Nordsee in Bremerhaven und das ist schon eine ganze Weile her. Die Ostsee geht bei Ebbe lange nicht so weit zurück wie im Norden. Der Wasserspiegel sinkt nur wenige Zentimeter, bis knapp unter ein Meter. Am Hafen von Flensburg waren die ersten großen Holzsegelschiffe zu sehen. Sehr beeindruckend und schön anzuschauen. Ich fand den Radwegeführer in einer Buchhandlung.

Entlang der Küste fuhr ich auf dem Ostseeradweg 1 und 2 bis Rostock. Das war der Plan. Manchmal direkt entlang an Sandstränden und dann wieder für eine Weile im Landesinnere. Wenn ich vorbei an all den unzähligen Maisfelder fuhr, konnte ich ebenso gut im Süden Deutschlands unterwegs sein. Der Anblick des Wassers katapultierte mich jedoch wieder zurück an die Ostsee.

Ich fuhr durch kleinere Ortschaften. Die Fassaden der Häuser waren sehr oft aus Klinkersteinen. Ein orangefarbenes Gemisch aus Ton und Lehm. Entlang an der Ostseeküste bis Rostock passierte ich immer wieder Touristen- und Kurorte. Ein Ort blieb mir besonders gut in Erinnerung. Eckernförde. Die erste unvergessliche Erinnerung ist als ich abends auf Zeltplatzsuche war. Ich glaube ich habe noch nie so viele Menschen auf der Suche nach einem Übernachtungsplatz angesprochen, denn alle Beschreibungen der Orte führten ins Nicht.  Das war schon ein Abenteuer für sich. Zurück in der Stadt am nächsten Morgen besuchte ich zuerst den  Fisch- und Hafenmarkt der  nur alle vier Wochen stattfindet. Direkt von den Kuttern aus konnte man den frisch gefangenen fisch sehr günstig kaufen. Ich verfolgte dass geschehen wie der Dorsch, Butt und Seelachs in wenigen Minuten, manchmal auch Sekunden filetiert wurde und dann über die Ladentheke ging. Direkt vor den Augen der Käufer und der Zuschauer.

Von einem Cafe aus verfolgte ich das Geschehen und der Handel auf dem Markt. Ein Hamburger Obsthändler packte auf seinem seitlich geöffneten LKW Körbe voll mit seinen Waren. Flechtkörbe für 12 Euro. Plastikkörbe zu 10 Euro. Ich habe dasselbe schon mal vor etlichen Jahren gesehen. Ich bin mir nicht sicher, glaube aber dass es zu der Zeit war als ich mit meinen Eltern und Geschwistern Campen in Südfrankreich war. Überall herrschte reges Treiben, Leute kauften frische Waren ein oder stoppten auf einen Kaffee oder für ein Fischbrötchen. Ich mochte diese sehr, zwischen 2 und 3 Euro kosteten sie.

Immer wieder blickte ich auf. Verfolgte das Geschehen und hielt kurz inne. Ich war vertieft in ein neues Buch. Ich las einen Roman den ich in drei Tagen verschlungen hatte. Als ich abermals um mich schaute kam ich mit Ibo ins Gespräch. Er war bei einer Familien Feier die hier im Cafe stattfand. Er kam mit zwei anderen zum rauchen auf die Terrasse des Cafes. Er war begeistert von meiner Geschichte. Von wo ich herkam und wohin es mich noch verschlagen sollte. Ich bekam seine Nummer und er wollte mir am Folgetag etwas von der Stadt Kiel zeigen.

Vormittags brauchte ich noch etwas Zeit für mich. Am Rande der fast 250000 Einwohner Stadt fand ich den gesuchten Outdoorladen. Nicht lange nachdem ich am 21. Juni in Reykjavik aufgebrochen war hörte ich nachts das schreckliche Geräusch dass keiner hören will wenn er auf einer Thermarest schläft. Ein lauter dumpfer Knall. Eine Blase in der Matte, die im laufe der Zeit immer größer wird. Dies war der erste und wichtigste Ausrüstungsstück den ich austauschte. Mittlerweile hatte die „Blase“ bereits fast die hälfte der Mate erreicht. Äußerst unangenehm und ich fragte mich Wochen später wie ich dass nur durchhalten konnte auf dem Berg zu schlafen. Die neue Matte war vom selben Hersteller aber nur noch 3,5 Zentimeter statt den üblichen 7 Zentimeter dick. Das reichte vollkommen aus, sie war eben und ich schlief wie ein Baby auf ihr.

Am Mittag telefonierte ich mit Ibo und wir verabredeten uns auf dem Europa Platz. Bei einem Kaffe unterhielten wir uns. Bald kam seine Freundin hinzu und die beiden luden mich nach Hause mit ein zum Essen. Bei einer großen Schüssel Salat mit Kräuterbaguette und Pute haben wir über das Leben philosophiert. Ein sehr schöner Abend bei dem wir immer wieder auf die Uhr schauten und die Zeit dennoch an uns vorbeizog und sie nicht weiter beachteten.

Bei Dunkelheit fuhr ich entlang der Kieler Bucht, vorbei am Bahnhof und den unzähligen großen hölzernen Segelschiffe die im Wasser unter leichtem Wellengang vor sich hin dümpelten. Kiel ist die Segelstadt. Hier findet die größte Regatta mit etwa 1000 Boote und 5000 Besatzungsmitglieder statt.

Etwas außerhalb fand ich in einem kleinen Park eine Bank auf der ich das erste Mal meine neue Thermarest ausrollte. Das Beste: Ich hatte blick auf die Bucht.

Am nächsten Morgen fuhr ich vorbei an den Stränden von Laboe. Ein Strandkorb reihte sich nach dem anderen. Die Gebühr dafür war erheblich hoch. Der Kaffe und Fisch nebenan sehr günstig. Der Wind nahm zu und die ersten Kit Surfer waren zusehen die sich im seichten Wasser gegen das Kit stemmten und gleichzeitige versuchten auf das Board zu steigen. Ab und zu sah ich Surfschulen. Mal hatte ich Gegenwind, dann war er wieder im Rücken und ließ mich durch die Landschaft fliegen. Musik in den Ohren. Meinen Gedanken lies ich freien Lauf. So schön und angenehm kann Reisen sein.

Ich fuhr morgens hinaus auf den Steg von Grömitz. Ganz vorne gab es eine Tauchkuppel, von der man das Leben im Wasser betrachten konnte. Ich saß auf einer Bank und frühstückte. Seitdem ich in Deutschland bin esse ich zum frühstück öfter etwas anderes als den Porridge den ich all die Monate zuvor hatte. Eine willkommene Abwechslung. Als ich mich umschaute kam ich mit einer älteren Frau ins Gespräch die mir schon zu Beginn aufgefallen war. Sie stand eine ganze Weile da und blickte aufs offene Meer. Sie meinte ich würde gefährlich aussehen mit meinem Bart. Ich war schon etwas überrascht den sie war die erste mit dieser Aussage auf dieser Reise. Ich vergewisserte ihr dass ich doch eigentlich ein ganz lieber Mensch sei. Auch Ihre Aussage war mit einem Vorurteil verbunden, wie meist alles was wir glauben bzw. davon ausgehen. Auch ich erwische mich immer wieder beim zu vorläufigen urteilen. Positiv als auch negativ.

Bis Lübeck war es nicht mehr weit. In Travemünde verließ ich die Küste und fuhr einige Kilometer ins Landesinnere. Wie in allen größeren Städten habe ich auch dort den größten Teil des Tages verbracht. Einen Teil der Ausrüstung den ich nicht mehr brauchte schickte ich zurück. Da waren unter anderem die Trekkingausrüstung und die ganzen angesammelten Lavasteine. Auf eine Platte war ich besonders Stolz. Auf ihr kann man den bizarren Fluss besonders gut sehen. In einem Radladen bekam ich einen Karton den ich nebenan bei UPS aufgab. Ich war schon etwas erschrocken als ich das Gewicht von 15 Kilogramm auf der Wage ablesen konnte. Von nun an sollte ich führ einen Tag lang durch die Landschaft fliegen. Bereits am Folgetag hatte ich mich an das neue Gewicht gewöhnt.

Die Landschaften in denen ich seit Dänemark unterwegs war standen stark im Kontrast zu den deren der Ländern zuvor. Es dauerte eine Weile bis ich mich daran gewöhnt habe, überhaupt erst einmal um es zu wollen. Vor allem die ganzen Städte und die Möglichkeiten alles sehr schnell zu bekommen. Der größte Teil der sich änderte, war die Tatsache das die Ruhe, die unberührten Landschaften nicht mehr vorhanden waren. Ein extremer Kontrast. Selbst alle Bach und Flussläufe waren begradigt sofern ich welche sah. Am Erstauntesten war ich als ich realisierte dass die Städte in denen ich mich aufhielt fast dieselbe Bevölkerungszahl hatten wie Island selbst.

Die Stadt Lübeck gefiel mir sehr gut, viel alte Bausubstanz war vorhanden.

Seit der Ankunft in Dänemark war das Wetter sehr beständig gewesen. Fast drei Wochen lang. Ich hatte an nur zwei Tagen Regen gehabt. Auch die Temperaturen waren sehr stabil. Ich schlief weiterhin des Öfteren einfach im Freien. Meistens auf den Bänken der überdachten Picknicktischen.

Entlang der Küste folgte ich dem zweiten Teil des Radweges bis Rostock. Schleswig Holstein lag hinter mir. Ich war jetzt unterwegs in Mecklenburg Vorpommern. Mit dem Verlassen des ersten Bundeslandes dieser Reise kamen auch schon die ersten Hügellandschaften. Ich war unterwegs im Nordosten. In vielen Ortschaften waren die Straßen noch ungeteert. Sie waren noch in  ihrem ursprünglichen gepflasterten Zustand. Immer wieder sah ich Kormorane. Landschaftlich war dieser Abschnitt bis Travemünde sehr schön. Die Leute waren sehr nett und hilfsbereit. Eine Erinnerung ist besonders geblieben. Als ich abends in einer Ortschaft ankam und nach einem Lebensmittelgeschäft fragte bekam ich den Weg erklärt. Es wurde mir noch von einem alternativen Weg berichtet, der nicht ganz so leicht zu finden sein würde. Auf diesem würde ich aber nur nette Menschen treffen. Wie wahr wie wahr.

Einer der schönsten Orte entlang dem 2. Teil des Ostseeradweges war Wismar. Dort wie in vielen nördlichen Städten war noch einiges der Altbauten aus Backsteinen zu sehen. Einige wurde auch während des zweiten Weltkriegs zerstört. So auch die alte Schule. Das Teilstück einer alten Kirche musste nach dem Krieg abgerissen werden da es zu stark beschädigt wurde.

In großen Städten gehe ich immer gerne in die großen Kirchen bzw. Kathedralen. Nicht zwecks des Glauben sondern weil es einige der noch am ältesten erhaltenen bauten in Europa sind. Am meisten gefallen mir die Gebäude aus dem 12.-13. Jahrhundert. Der gotische Still. Am imposantesten waren die Räumlichkeiten selbst, denn der rot-orange farbene Backstein aus denen die Kirchen erbaut wurden sorgten für ein helles erscheinen. Ein ganz anderes Gefühl nicht in einer gewöhnlich dunklen Kirche zu stehen. In Wismar schaute ich mir noch das Gewölbe der Kirche an. Von hier oben bekam ich einen Eindruck wie die Decken tatsächlich hergestellt wurden. Einige wenige der Balken stammten noch aus der Zeit als die Kirche erbaut wurde. In nur vier Jahren Bauzeit wurden 3 Millionen Backsteine verarbeitet. Eine sehr schnelle Zeitspanne die zum Zeitpunkt möglich war da die Hansestadt durch ihren Handel volle Kassen hatte und genügend Arbeiter beschäftigen konnte.

Ich war nur noch wenige Kilometer von Warnemünde entfernt als ich einen großen Pavillon entdeckte. Perfekt für einen Nachtplatz dachte ich. Das Außenzelt war vom Vorabend noch nass. Ich hing es über einen Zaum und der leichte Wind und die Abendsonne trockneten es schnell. Ich war gerade dabei Salat zuzubereiten als sich ein Feuerwehrauto langsam näherte und stoppte. Beim Nachfragen erfuhr ich dass die Jugendfeuerwehr eine Probe hatte. Ich verfolgte das Geschehen nur kurz den ich kam mit Bernd ins Gespräch. Er berichtete mir das die Polizei soeben zwei Wohnmobile wegschickte die auf dem Parkplatz neben dem Pavillon über Nacht stehen bleiben wollten. Bernd fand das gut dass die beiden weg geschickt wurden. Dennoch erzählte ich ihm das ich neben an das gleiche vorhatte. Nicht im Wohnwagen, auch nicht im Zelt sondern im freien auf einer Bank. Er meinte er hätte da eine bessere Idee. Direkt vorne am Wasser würde es noch eine Hütte geben mit deutlich besserer Lage als unmittelbar neben der Straße. Ich folgte im nachdem ich meine Sachen provisorisch in die Packtaschen stopfte.

Ich war Begeistert. Aber noch mehr begeistert war Bernd von meiner Geschichte. Und ich wiederum von seinem eigentlichen Vorhaben hier an der Küste. Mir war schon zu Beginn seine Kameratasche aufgefallen. Bernd erzählte dass er hier währe um Polarlichter zu fotografieren. Ich dachte ich hörte erst nicht richtig. War das möglich? Hier in Deutschland. So weit entfernt vom Polarkreis? Der Sonnenstaub soll hier nur in orange bis dunkelrot zu sehen sein. Es kommt darauf an ob der Staub mit Sauerstoff oder Stickstoff in Berührung kommt. Bernd erzählte mir dass erst vor einigen Tagen Lichter in Laboe gesehen wurden. Und heute Nacht gegen 24 Uhr sollte die Chance sehr hoch sein da es eine Sonnenexplosion gab. Es gibt dafür eine deutsche Internetseite. http://www.polarlicht-vorhersage.de/.  Ich erzählte Bernd von meiner bisherigen Reise, den Abenteuer zu Fuß. Mit dem Raft und Rad. Bernd war selbst leidenschaftlicher Rennradfahrer und ist auch schon einige Touren gefahren. Touren in Dänemark und auch in Deutschland. An einem Tag nach Leipzig und mit dem Auto wieder zurück. Anschließend nach ein paar wenigen Stunden schlaf zurück zur Arbeit.

Immer wieder blickten wir zum Himmel empor. Der Wind den ich Tagsüber schon zu spüren bekam (Gegenwind wie sollte es auch anders sein) schob die Wolken am Himmel schnell vorbei. Nur selten gab es frei Stellen am Himmel zu sehen. Keine guten Chancen das Farbspecktakel zu sehen. Die Zeit verging und gegen halb zwölf ist Bernd nach Hause aufgebrochen. Für den nächsten Morgen verabredeten wir uns in Warnemünde. Ich würde ihn nochmals anrufen. So sind wir verblieben. Nach ein paar Seiten lesen schlief ich bei einer leichten Brise Wind ein. Einige Zeit später erzählte mir Bernd bei einem Telefonat dass in dieser Nacht von 52 Orten in Deutschland aus die Lichter gesehen wurden.

Wie alle Tage zuvor erwachte ich gegen sechs Uhr. Ich war noch nicht wach als ich auf einmal Bernd mit einer Stofftasche auf mich zulaufen sah. Ich war hin und weg. Er brachte mir vier Flaschen Wasser, drei davon warm und zwei ganz frisch belegte Brötchen mit Käse und Salami vom Bäcker. Was für ein Start in den Tag. Bernd war mein Held und ich konnte es nach einigen Minuten noch immer nicht fassen und bedankte mich mehrmals dafür. Es war eindeutig mein Glückstag. Ich hatte einen schönen Nachtplatz gehabt, eine tolle Unterhaltung und eine fantastische Sicht. Etwa ein knapper Kilometer westlich sah ich den Gebäude Komplex Heiligendamm. Dort fand vor einigen Jahren ein Klimagipfel statt. Das günstigste Zimmer dort kostete 350 Euro die Nacht. Meines mit noch besserem Meerblick war umsonst.

Bernd fuhr bald wieder zurück. Nach seinem Frühstück mit seiner Frau wollte er mir mit seinem Rad entgegen kommen. Bis Warnemünde waren es noch knappe 20 Kilometer die wir entlang der Küste fuhren. Ich begegnete Bernd gegen halb neun Uhr kurz nachdem ich durch den Geisterwald fuhr. So nannte er ihn. Ein sehr schönes Waldstück indem in weiten Abständen zueinander Laubbäume wuchsen.

Nach unserem zweiten Frühstück in einem Cafe am sehr schönen Leuchtturm von Warnemünde zeigte mir Bernd die Stadt Warnemünde. Zuvor blickte ich nur für mich zurück zum Meer. Es war Zeit sich zu verabschieden. Bis zum nächsten Mal…




 

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Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Uwe( ), 29.09.2014 um 17:34 (UTC):
Schön, das du wieder in Deutschland bist.
Der Abschnitt von Lübeck bis Warnemünde ist wirklich er-"fahrenswert" aber auch die Wälder vor Kühlungsborn sind sehr schön. Viel Spaß und interessante Begegnungen noch weiterhin.
Gruß Uwe



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