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Der vermeintliche Engländer



Der Sonnenaufgang war schon sehr schön. Grund hierfür waren die sehr schnell am Horizont vorbei ziehenden Wolken. Auch wie gestern windete es stärker. Als ich um 7:30 Uhr dabei war meine Sachen zu packen, lief ein Wanderer an mir vorbei und meinte "was führ ein schöner Tag". Ich meinte zu im" aber sehr windig". Kurz darauf lief er weiter. Ich frühstückte noch kurz und packte anschliessend die restlichen Sachen. Der Westweg verlief die nächsten Kilometer auf breiten Forststrassen. Nach weiteren 1,5 Kilometer erreichte ich die Schweizerkopfhütte. Eine Hütte die aus dem Orkanholz vom Lothar Sturm 1999 erbaut wurde. Eigentlich wollte ich meine erste Nacht hier verbringen. Dies war die Überlegung bei der groben Tagesetappen Planung in den letzten Tagen. Am Abend zuvor hatte ich mich aber anders entschieden. Von der Hütte aus boten sich mir weite Blicke in die Rheinebene. Weit in der Ferne war wie am Vortag von der Schwanner Warte aus der Rheinhafen von Karlsruhe zu sehen. Von hier sah ich auch Rastatt und weit am Horizont die Vogesen. Mittlerweile hatte ich die Regenhose angezogen. Es viel leichter Regen und nach einigen Kilometern wurde er stärker, sodass ich an einer Weggablung den Regenschirm vom Rucksack nahm. Ich musste zwar etwas auf den Wind achten, der den Schirm immer hin und her drückte aber schnell war klar das dieser doch ganz praktisch sein wird. Denn wenn es mal zum regnen kommen würde, fällt dieser nich nur als Nieselregen. Beim Weiterlaufen sah ich etwa hundert Meter vor mir den Wanderer den ich am Morgen beim zusammen Packen schon sah. Er hatte nur einen kleinen Rucksack, indem er am Wegesrand herumkramte um offensichtlich seine Regenkleidung herauszukramen. Während der seine Jacke anzog kamen wir ins Gespräch. Es war der von mir vermutete Engländer der aber doch ein Amerikaner war wie sich herausstellte. Zu Beginn hätte ich ihn anhand seiner Ausrüstung für kein Westweg Wanderer gehalten. Mat. wie er sich vorstellte hatte einen sehr kleinen Rucksack, trug Jeans und normal Halbschuhe. Sehen so die Wanderer in Amerika aus? Nein nein. Mat erzählte mir von seiner Reise. Er ist unterwegs auf einem 5 wöchigen "around the World Trip". Er macht alles etwas spontan. So bekam er ein gutes Ticket nach Frankfurt und hat sich spontan entschlossen für 2 Tage dem Westweg zu folgen. Wir hatten 2 bis 3 unterhaltsame Stunden bis Forbach. Dem Endziel für Mat. Von hier ab fuhr er mit dem Zug nach Baden Baden wo er noch zwei Tage verbrachte. Da es erst 14 Uhr war und die Restaurants erst ab 16 Uhr öffneten stoppten wir in einem Cafe. So lernte Mat etwas von der deutschen Backkultur. Um kurz vor 16 Uhr sind wir aufgebrochen, Mat zum Bahnhof und ich wollte noch bis zur Badener Höhe. 700 Höhenmeter und 10 Kilometer waren es bis dorthin. Beim verlassen des Cafes regnete es noch immer und so lief ich mit dem Schirm den restlichen Weg bis ich um 18:30 Uhr auf 1002 Meter auf der Badener Höhe am Friedrichsturm ankam. In der Schutzhütte nebenan verbrachte ich die zweite Nacht im Freien.

Blick in die Rheinebene vom Panoramaweg.


Panoramen in die Rheinebene.

Erster Blick in Richtung Hornisgrinde.

Blick in das Murgtal. Kurz vor dem Abstieg nach Forbach.

Auf etwa der halben Strecke von Forbach zur Badner Höhe laufe ich an der Schwarzenbach Talspere vorbei. Kurz danach laufe ich mit der Stirnlampe weiter.

Im Dunkeln erreiche ich den nördlichen Nationalpark im Schwarzwald.

Von der Badener Höhe ist in der Rheinebene ein Lochtermeer zu sehen. Leider sind auf dem Bild nicht alle Lichter zu sehen. Es waren viel viel mehr.

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