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Bis Arthurs Pass



Als ich Boyle Village verlassen hatte war das Wetter sehr schön. Für die kommenden zwei Tage sollte es so bleiben, dann sollte Regen kommen. Auf dieser Etappe sollten mich mehrere Flussquerungen erwarten. Die erste war über den Boyle River. Bei den floods ist dies aber nicht möglich bzw. schwierig. Das Flussbett ist an einigen Stellen mehrere hunderte Meter breit. Als ich dort unterwegs war führte nur der Hauptstrom Wasser. Die Strömung war nicht stark und das Wasser reichte bis knapp über die Knie. Am selben Tag lief ich knapp 30 Kilometer und erreichte im Hope Vally das Hope Kiwi Hut. Dort habe ich den Hunter Jason getroffen. Ich wusste bereits von zwei Nord Bounder das ich ihn dort antreffen werde. Jason war bereits seit 13 Tage hier draussen zum jagen. Die ersten Tage verbrachte er damit das Wild zu beobachten und mit dem Rufen, dass die Hirsche zur Brunftzeit von sich geben. Jason war erfolgreich und schoss zwei Hirsche. Der grössere von beiden war ca. 3,5 Jahre. Zum Abendessen gab es auch für mich Hirsch. Das war ein geselliger Abend. Am nächsten Morgen bin ich bei zuziehendem Himmel mit etwas über einem Kilo Fleisch Richtung Kiwi Pass aufgebrochen. Bald habe ich die knappe 200 Höhenmeter zurück gelegt. An diesem Tag lief ich sehr viel im Wald. Das erste mal seit dem Aufbruch in Nelson lief ich durch Wälder mit sehr hohen Bäumen. Das schöne daran war das lichte, ich konnte sehr weit sehen und die grossen Bäume gaben mir Schutz vor dem Regen. Vorbei am Lake Summer bei dem mehrere Millionen Sandflies zu Hause sind (so kam es mir vor) erreichte ich kurz nach der Hängebrücke über den Hurunui River Hut Nr. 5. Das Tal und die Region ist sehr bekannt für das Jagen. Deshalb überraschte es mich nicht drei weiter Jäger und ein TA North Bounder zu sehen. Ich blieb knapp über eine Stunde und bin um ca. 15 Uhr aufgebrochen um das von dort 10 Kilometer entfernt Hut Nr. 3 zu erreichen. Als ich loslief regnete es stärker. Der Regen hielt an bis ich die Hut erreichte. Auch hier lief ich mit mehreren up and downs am Flussufer entlang. Auf halber Strecke passierte ich eine natürliche heise Quelle. Neben dem kleinen Fall war ein kleiner Pool für eine Person. Der Regen hielt mich davon ab und so tauchte ich meine Hände hinein. Abends in der Hut war es sehr gemütlich. Ich traf auf dem Amerikaner Klint. Ein Ta Walker, der sich viel Zeit nimmt und sehr erfahren ist was "Truh Hikes"betrifft. Er lief zweimal den PCT und den Appalachnian Trail. Bis um 24 Uhr sassen wir am Feuer, teilten Geschichten und etwas von dem Fleisch das ich von Jason bekam. Die Nacht über schlief ich sehr gut, wurde nur ab und zu vom prasseln der Regentropfen die auf das Dach fielen wach. Am Folgetag nahm ich mir eine Auszeit. Mit dem bisschen Feuerholz das übrig war machte ich am frühen Nachmittag ein Feuer. Kurz zuvor trafen 4 Australier ein, die Von Hut Nr. 5 bis hierher im strömenden Regen liefen. Nun hat sich Klint auch zum Bleiben entschieden. Abermals war der Abend gesellig, Geschichten und den Rest vom Fleisch wurde geteilt. Am folgenden Morgen war ich der erste der im Dauerregen loslief. Schnell war die Motivation verloren und ich kämpfte mich zum Harper Pass hinauf. Auch diese Nacht hatte es mehr oder weniger durchgeregnet. Ich machte mir etwas Sorgen um die vielen Flussquerungen die auf der anderen Talseite nach dem Pass auf mich zukommen sollten. Viele Streams und Creek fließen dort zum Otehake- und Taramakau River zusammen. Um so überraschter war ich als plötzlich unterhalb von Harper Bivi, einer kleinen Orange angestrichenen Hut mit zwei Bunks der Regen aufhörte und sogar die Sonne kurz zu sehen war. Das bessere Wetter hielt an und so trocknete als ich durch Manuka Forrest lief die Regenjacke ab. Der Abstieg ins Tal war kurz und steil. Einige erste Creek Querungen folgten. Bis zur Locke Hut blieb ich trocken. Ich stoppte dort zum Lunch. Die vier Australier wollten hier über Nacht bleiben. Das schöne an der Hut war dass die mit der Axt geschlagenen Holzdielen und Balkenkonstruktionen noch die Originalen von den ca. 1950 Jahre war. Das Holz wurde hier im Wald geschlagen. Ich lief am selben Tag weiter flussabwärts bis zur Kiwi Hut. Eine sehr uriges Kiwi Hut. Es gab sechs Bunks und eine offene Feuerstelle. Bis dort hin hatte ich mehrere Flussquerungen. Zu Beginn den Taramakau River und später mehrere Seitenarme. Auf den letzten zwei Kilometer fing es nochmal an zu regnen. Das machte nichts den es gab Feuerholz im Shelter. Am Abend und in der Nacht spielte ich mit dem Gedanken den Abschnitt über den Goat Pass auszulassen. Denn es regnete abermals die ganze Nacht hindurch. Auch am Morgen regnete es. Ich machte nach dem aufstehen Feuer und entschied mich um neun Uhr endgültig den Abschnitt über den Goat Pass auszulassen. So lief ich um kurz nach neun Uhr los um bis zur Passstrasse zu gehen die hinauf zum Arthurs Pass führte. Ab dort wollte ich die letzten 20 Kilometer trampen. Nach nur knapp 2 Kilometer flussabwärts querte ich den Taramaku River. Der Fluss führte sichtbar mehr Wasser und ich fand eine gute Stelle an der der Fluss mehrere Arme hatte und so nicht wirklich schwer zu passieren war. Etwa eine Kilometer weiter sah es anders aus. Ich stand vor dem Otehake. Die Fliessgeschwindigkeit war wie Wildwasser und sehr rau mit Stromschnellen. Ich tastete mich ein Stück im Fluss mit den Stöcken voran. Diese vibrierten stark vom Wasser und als sie ausgezogen bei 130 cm Höhe under dem Wasser verschwanden, wusste ich dass das hier nicht möglich war. Ich lief etwas Strom aufwärts am Ufer und querte während dessen immer wieder Arme. Dann fand ich eine möglicherweise passende Stelle. Ich musste dabei auf einen festen Gegenstand wie einen Stein oder Baum schauen um nicht mit der Strömung mitgerissen zu werden. Es brauchte eine Weile bis ich auf der anderen Seite ankam. Dort schlug ich mich durch das Gestrüpp zurück zum Flussbett. Auf dem Weiteren Abschnitt bis zur Morrison Footbridge war ich von Kopf bis zu den Zehen nass. Ich war froh an der Strasse anzukommen und nach ca. 30 Minuten bekam ich eine Mitfahrgelegenheit nach Arthurs Pass. Im Youth Hostel holte ich meine letzte Foodbox ab, die dort auf mich wartete. Im Bunkhaus Sanctuary fand ich ein Bett. Hier erfuhr ich von Cyclone Cock der in den letzten Tage über die ganze Insel zog.

Schönes Wetter im Hope Valley.

Hope Valley.

Panoramabild Hope Valley.

Hope Valley.

Der geschossene Hirsch

Kopf mit Geweih.

Beim Verlassen von Hope Kiwi Hut ziehen die ersten Wollen auf.

In den lichten Wälder.

In der Hut Nr. 3 .

Lake Summer.

Kurze Pause in der Cameron Hut dann geht es zurück in den Regen.

Manuka Forrest.

Kurz nach Harpers Pass.

Kiwi Hut. Feuer kann so schön sein.

Kiwi Hut.

Kiwi Hut Wood Shed.

Flussquerungen.

Otira Flussbett.

Ankunft Arthurs Pass.




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