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Biken im Wallis

Werner und ich sind uns 2010 an der Ampel beim E-Werk in Haslach begegnet. Bei dem Blick auf unsere Computer am Vorbau stellten wir fest dass wir beide bis zu unserem Treffen um die 100 Kilometer zurück gelegt hatten. Werner meinte wir sollten doch mal gemeinsam biken gehen. Mittlerweile waren wir in Italien, Schweiz und Frankreich biken. Die Trails in und ums Kinzigtal kennen wir nur zu gute. Zusammen haben wir etliche Touren geguidet. Werner ist nun schon über 25 Jahre auf dem Bike unterwegs. In dieser Zeit kam einiges an Erfahrung zusammen.
Nun sind wir für ein Wochenden in der Schweiz im Bike Paradies Wallis unterwegs. Diesmal zeige ich Werner die Trails die er noch nicht kennt. (Zu meist war es anders herum, jedoch nicht in der Schweiz!!!).
Werner war bis vor unserem Treffen für drei Tage in Flims und Laax . Er fuhr den Runca Trail und vom Crap Song Gion den Never End Trail. Er erlebte auch eine kleine Excursion mit etlichen Schneefelder unterhalb des Vorab Gletscher. ich war das letzte mal zum Biken in Flims und Lax 2011. Die Trails waren also nicht mehr die selben.


Am Freitag nach der Arbeit bin ich losgefahren ins Frutigen Tal und weiter in das Kandertal. In Kandersteg bin ich auf den Autoverlad durch das Bergmassiv bis nach Goppenstein. Es ist jedes Mal etwas besonderes die lange Abfahrt hinunter in das breite Walliser Tal zu fahren. Die Berge wirken jedes Mal sehr wuchtig und unglaublich gewaltig. Die wareme luft und die Berghänge mit dem Weinreben verleihen dem ganzen eine italienische Note. Weit ist es ja nicht mehr bis Italien. Nur noch durch oder über den Simplon und schon ist man in Domodosloa. Von dort ist man sehr bald am Lago Maggiore.





Auf dem Autoverlad und beim Verlassen in Goppenstein. Gemeinsames Abendessen mit Werner. Jeden Abend saßen wir draußen beim Wohnmobil.



 

Werners N´duro, ein Carbon Stero mit 160 mm und 27,5 Zoll Laufräder. Am 1 Januar diesen jahres hatte ich bei meinem Enduro einen Rahmenbruch am Tretlager. Schon seit einigen Jahren möchte ich mir mein eigenes Rad aufbauen. Die Basies lieferte mir wieder ein Strive Rahmen andem ich die passenden Komponenten verbaute die ich in den letzten Jahren durch das Fahren und Erfahren gefunden hatte. Ein teueres aber sehr schönes Projekt. Ein selbst auserwähltes und selbst aufgebautes Rad vermittelt ein unglaublich schönes und freies Fahrgefühl.

 
Da wir am Samstag den ganzen Tag Zeit hatten sind wir zu einer Tagestour aufgebrochen. Nach dem angenehmen Schlaf im vierbett Zimmer das wir für uns alleine hatten und dem Frühstück sind wir losgefahren. Das erste Stück auf der Straße Richtung Furka Pass. Bei der neuen etwa 200 Meter langen Hängebrücke sind wir nach Mühlbach abgebogen. Knapp 100 Meter unter uns tobte die Rhöne. Wildwasser vor dem ich keinen Respekt sondern pure Angst hatte es zu raften. Dort unten waren so große Walzen die das in realazion kleine Packraft einfach umreisen würden.




 
Die Hängebrücke über die Rhone. Blick über Ernen Richtung Fiescheralp. Blick in das Tal zum Fiescher Gletscher.





Wildwasser Rhone etwas entfern von der Hängebrücke bei Betten (Talstation).



Als Werner am Vorabend von den vergangenen Tagen im Bündnerland berichtete, erwähnte er auch dass er Probleme mit den Bremsen habe. Sie quitschien und die Scheiben streiften an den Belägen. Die Abfahrten in den Alpen beansprechen das Material eben deutlich mehr als im Mittelgebirge.
In Mühlbach lösten wir die Schrauben mit denen der Sattel am Rahmen bzw. an den Adadter befestigt ist. Bei drei mal kurz angezogenem und wieder losgelasenem Bremshebel stellte sich der Sattel passende Stellung. Bei angezogenem Hebel, zogen wir die Schrauben wieder fest. Die Scheibe streifte nun nicht mehr und der Abstand zwischen den beiden Belägen und der Scheibe war nun fast identisch. Wir öffneten dabei nicht das Bremssystem. Anschließend kurbelten wir weiter 2-3 hunder Höhenmeter bis kurz unterhalb des Sees nahe der Abzweigung nach Binn. Bei einer nur sehr kurzen Abfahrt auf einem Waldweg bemerkte Werner dass die Vorderbremse keinen Druckpunkt mehr hatte und absolut nicht mehr bremste. Für uns war das nicht nachvollziehbar den wir hatten das Bremssystem nicht geöffnet und dennoch schien Luft in der Leitung, im Kolben oder in der Ausgleichskammer am Hebel zu sein. Wir hatten keine andere Möglichkeit als zurück nach Fiesch in den Bikeladen zu fahren. 2000 Tiefenmeter mit nur einer Hinterbremse vom Saflischpass ist unmöglich. Das letzte Stück zurück nach Fisch fuhren wir entlang einiger der angelegten Wasserkanäle auf super schönen aber zum Teil sehr schmalen Trails. Um halb zwölf waren wir im Bikeladen. Wir mussten noch etwas warten da andere vor uns drann waren. Ich erledigte zwischenzeitlich den Einkauf fürs Abendessen und sorgte für ausreichend zu Trinken. Die Höchstwerte für diesen Tage lagen bei 37 Grad im Wallis. Da ist man froh um jede Höhenmeter die hinter einem liegen. Wärend die Bremsen entlüftet wurden kam mir die Idee mit dem Post Auto die Strecke bis Binn zum See zurück zu legen. Es währe wirklich sehr schade gewesen wenn wir die geplante Tour nicht zu Ende gefahren währen.
Nach den Komplikationen die wir hatte haben wir  das Postauto um kurz nach zwei Uhr genommen. Vom See aus fuhren wir nochmals über 1000 Meter hinauf zum Pass. wir wahren zwar deutlich später drann als gedacht aber dennoch ein sehr schönes Erlebnis.




Kurz anhalten und die Aussicht genießen. Im Walliser Tal stiegen die Temperaturen an diesem Wochenende (600 Meter Höhe) bis auf 37 Grad. Um so höher wir kamen desto angenehmer wurde es. Denoch füllten wir bei fast jeder Wasserquelle unsere Flasche auf.







Angekommen auf dem Saflischpass (2563 Meter). Der Blick zurück von wo wir hergekommen sind. Eine kleiner Bergsee. Heimat der Frösche. Blick in Richtung der Simplonstraße (Bildmitte über dem Lenker)






Dann die Abfahrt, 2000 Tiefenmeter am Stück nach Visp. Vergangenheit und Zukunft exestieren nicht. Mit viel Adrenalin ist man voll im Fokus der Gegenwart. Lebt den Moment.




Angekommen in Visp. Im Hintergrund das Schloß.




Am Sonntag Morgen haben wir die Bikes in mein Auto geladen und sind bis zur Tastation Betten gefahren. Von dort sind wir mit der Gondel zur Bettmer Alp und weiter bis zum Bettmer Horn. Inerhalb weniger Minuten waren wir auf 2647 Meter.





Im Berlingo ist genug Platz für zwei Bikes, das Raft und drei Sitzplätze sind auch noch vorhanden.







Die Bettmer Alp ist ein richtiges kleines Dorf mit Ferienhäuser, Restaurants und Einkaufmöglichkeiten. Der erste Blick, Aletsch. Von der Bergstation Bettmer Alp bis zur Talstation Bettmer Horn sind es etliche Meter. Den Blick hinauf zum Horn und den Blick von der Gondel zurück zum Bettmer See.






Es ist immer wieder schön und besonders dort oben zu stehen und die Blicke über die gewaltigen Eismassen des Aletsch schweifen zu lassen. Trotz der hohen Therme ist die Silhouette des Matterhorns in der Ferne zu erkennen. Die umligenden Berge reichen bis auf knapp 4000 Meter.





Auf der Aussichtsplattform haben wir Ken getroffen der 6 Tage nach unserm Treffen den Tiefenweltrekord mit einem Freund neu definierte. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang legten die beiden 20616 Tiefenmeter im Aletsch Gebiet zurück. Herzlichen Glückwunsch hierzu.
Mehr unter http://www.singletrailworldrecord.com/.



Die Trails vom Bettmer Horn bis zur Bettmer Alp sind sehr technisch. Steiniger und felsiger Untergrund verlangen im steilen Gelände mit engen Kehren viel Balance und sehr viel Bikekontrolle. In den letzten Jahren ist dieses Terain zum biken immer mehr für mich in den Vordergrund gerückt.(Leider nur in den Alpen) Sobald es möglich ist stelle ich ein paar Sequenzen die ich gefilmt habe zu einem kleinen Film zusammen.





Wener im letzten Teil der Abfahrt nahe der Bettmer Alp. Dort verläuft der Trail zumeist umgeben von Wiesen. Dennoch giebt es nicht nur flüssige fahrbare Trails, immer wieder gibt es Stufen, Kanten und Felsen.



Unsere Tour führ uns weiter zur Fiescher Alp und weiter hinauf auf dem breiten Fahrweg bis zum Stollen. Der Stollen ist in den Begr gesprengt worden und verbindet obers Tälli mit dem Märjelen Stausee. Etwas weiter zum Aletsch Gletscher hin machten wir auf den großen Steinplatten die vom Gletscher einst glatt geschliffen wurden Pause. Es folgte nochmal eine Trage und Schiebepassage bis wir zur Rieder Furka kamen. Zwischen drin immer wieder Abschnitte die zu fahren waren. Flüssige fahrbare Trails wechselten sich mit techischen Passagen ab. Unterhalb der gigantische Gletscher mit seinen beiden markanten Moränen. Einfach einmalig und eines der besten Erlebnisse zum Biken und Wandern in der Schweiz. Unvergesslich und prägend.




 
 
 
                                                         
Blick vom "Obers Tällis" zum Wasserfall, das Wasser ist das Schmelzwasser des Fiescher Gletescher dass vom Gletschert über Kanäle zum Wasserfall geleitet wird. Der Eingang zum Stollen. Unser Rastplatz mit dem Blick über den Gletscher. Der Gletscher bleibt stetig von den Tails überschaubar. Das magisch schimmernde blaue Eis...


 


Einige Tragepassage erwrteten uns unterhalb vom Bettmer Horn.


 
Sehr typisch für das Wallis sind die Steinplatten auf denen die Häuser stehen. So kommen die Mäuse nicht an den guten Bergkäse






Sehr schön, zurück fuhren wir mit der Mattherhorn Gotthard Bahn. Was das ganze nochmal besonders macht ist dass der Lockführer die Bikes über die beiden großen Schiebetüren in die Lokomotive nimmt. Ein Stück ging es auch per Zahnrad die Anstiege hoch.
Am Sonntag Abend fuhren wir zurück über den Grimselpass (letztes Bild aufgenommen unterhalb vom Pass). Vorbei Am Brienzer See und Interlaken trennten sich unsere Wege am Thuner See.
Was für ein Erlebnisreiches Wochenende neigte sich dem Ende.



 



 

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