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Über den Ost- Westgrad auf das Geltenhorn zum Arpelistock.



Am Nachmittag bin ich nach Lauenen aufgebrochen. Vom Dorf bis zur Gältenlücke sind es 1500 Höhenmeter. Zu Beginn führt der Weg durch den Wald entlang am Louibach. Die Färbung durch das Gletscherwasser ist deutlich zu sehen. Auf einem guten Wanderweg steigt der Weg bergauf zum Lauenensee. Einige Leute, laufen den Rundwanderweg oder kehren ein. Hinter dem See wird es spürbar ruhiger. Der Bergwanderweg steigt steiler bergauf. Ein Stück schmiegt er sich durch eine kleine Schlucht bis er oben auf einer kleinen Ebene ankommt. Nur leicht geht es bergauf. In der Ferne ist der erste Wasserfall zu sehen. Der Geltenschuss. Kühe sind am grasen. Ab und zu erklingen ihre Glocken. Der Bergwanderweg steigt nochmals an. Hinter einem Wasserfall führt er am Fels entlang. Das Wasser kommt direkt aus dem Felsen. Bald darauf sehe ich das erste Yak unweit vom Wanderweg. Ich bin an der Geltenhütte angekommen.

Die Terrase ist bereits ziemlich voll. Die meisten tragen Hüttenschuhe. Mit dem Blick auf das Bergpanorama verweile ich einige Zeit. Vor mir liegt das Wildhorn- und das Geltenhornmassiv. Die Landschaft ändert sich abrupt. Steinigs Gelände dominiert jetzt. Hoch oben sind die Gletscher und die Restschneefelder zu sehen. Vor zwei Wochen fiel der Schnee bis 2500 Meter Höhe. Bereits das zweite Mal in diesem Sommer. Gegen 18 Uhr bin ich zur Gältenlücke aufgebrochen. Nach einem kurzen Stück durch die letzte grüne Landschaft entdecke ich rechts neben mir eine Edelweiss, neben an noch eine und eine weitere. Dann sehe ich vor mir den hohen Wasserfall der über die Felswände herabstürzt. Hoch oben das mit leichtem Schnee bedeckte Wildstrubelmassiv. Landschaftlich erinnert mich der Anblick stark an Island. Für ein Stück folge ich dem alpinen Berwanderweg bis ich Links am Weg den Schrifzug Col du Brochet lese. Die Buchstaben sind etwas verwittert. Ein schmaler, schwach zu erkennenender Pfad führt vom bisherigen Weg ab. Ich quere einen Gletscherabfluss und folge den Steinmänchen die in unregelmässigen Abständen und Grössen in der kargen Landschaft stehen. Die Wolken die kurz nach dem Aufbruch bei der Hütte aufzogen, hängen noch immer in den Bergen fest. Nach einiger Zeit stehe ich vor dem östlichen Geltengletscher. Ich fülle noch meinen Wasserbeutel auf, ziehe die Steigeisen an und quere den Gletscher. Da er mit ca. 5 Zentimeter Schnee bedeckt ist, fällt es mir schwer die kleineren Spalten zu sehen. Im Prinzip kann ich sie nur durch Unebenheiten der Oberfläche erahnen. Etwas mulmig ist es mir dabei schon. Bald erreiche ich erleichtert festen Fels unter den Eisen und steige das letzte Stück hinauf bis zum Pass auf knapp über 2700 Meter. Ich richte mir den Bivi führ die Nacht ein und erkunde noch etwas den Zustieg zum Grad. In der Nacht frischt der Wind etwas auf. Der Himmel ist Wolkenfrei und die Milchstrasse sehr gut zu erkennen.








Jede Tour hat eine bestimmte Ausrüstung. Hier fällt die Wahl am Regal. Seit dem ich Anfang dieses Jahr in Neuseeland war gehe ich immer gerne sehr leicht. Bei dieser Tour benötigte ich die Bergschuhe da ich auch Steigeisen dabei hatte. Ein kleiner Kocher ist für einen wärmenden Tee am Abend und für ein warmes Müsli am Morgen. Bivi und Daunenschlafsack mit Thermarest für die Nacht. Der Pickel ist im Fall für den Gletscher. Kunstfaserjacke oder Daunenjacke zur Isolation. Alles passt in den 24 Liter Rucksack mit dem man noch sehr flexibel und wendig im Gelände ist.



Im Wald entlang am Louibach.


Hinter dem Wasserfall entlang am Fels führt der Bergwanderweg.





Yaks oberhalb der Geltenhütte.


Blick oberhalb der Hütte Richtung Arpelistock und Geltenhornmassiv.


Edelweiss.


Geltenhütte am zweiten Tag beim Abstieg. Im Hintergrund rechts in den Wolken. Giferspitz hinten. Lauenenhorn vorne. Links nebenan der Wasseregrat.


Abzweig zur Gältelücke (Col du Brochet).


Wasserfall. Oberhalb mit Restschnee bedecktes Wildhornmassiv.


Aufstiegsgelände zur Gältenlücke.


Blick zurück im Aufstieg.


Vor der Querung des Geltengletscher.


Gältenlücke. Am Abend ziehen von der Berner Seite Wolken auf.


Auf der anderen Seite sieht es schon besser aus. Blick ins Valais.


In der Nacht sinken die Temperaturen bis in den minus Bereich. Beim erwachen im Bivi.


Sunrise.



Um halb sechs Uhr war ich wach. Mir fällt die leicht gefrorene Schicht im unteren Teil auf der Aussenseite vom Bivi auf. Draussen ist es noch sehr kalt. Liegend und im waren Schlafsack koche ich etwas Wasser für den Tee und das Müsli auf. Am Pass und um mich herum liegt noch alles im Schatten. Die hohen Berge im Wallis haben bereits Sonne. Nach etwas Musik habe ich den Rucksack schnell gepackt und laufe bergauf zum Zustieg zum Grad. Der ganze steinige und felsige Untergrund ist von einer dünnen Reifschicht überzogen. Sodurch ist der Untergrund sehr rutschige. Nach dem ersten Aufschwung lege ich die Steigeisen an. Der Einstieg vom Grad beginnt mit einer III Kletterstelle. Mit den Eisen habe ich guten Halt. Zwischen drin liegt noch etwas Schnee. Obwohl der Fels sehr bröselig und lose ist finde ich gute Dritte und Halt. Nach dem ersten Aufschwung habe ich die erste Sonne. Ich lauf und klettere als weiter auf dem Grad. Auf halber Strecke stehe ich auf dem mit Teils Schnee bedeckten und Rest Wächter 3065 Meter hohen Geltenhorn. Auf dem weiteren Weg zum Arpelistock gibt es nochmals Kletterstellen im II und III Grad. Die Blicke die sich mir vom Grad bieten sind sehr schön. Rechts über die Voralpen bis ins Jura und Links der komplette Walliser Kamm. Von der Wiesmiesgruppe bis zum Mont Blanc. Am Himmel ist keine Wolke und kein Dunst zu sehen. Es ist ja auch erst sieben Uhr. Einige Zeit später stehe ich auf dem Arpelistock und treffe die ersten Leute. Ich würde gleich erkannt. Die Vierer Gruppe sah mich am Vorabend bei der Geltenhütte und wunderte sich seinerzeit wohin ich denn noch so spät aufbrechen wollte. Ich erzähle von meinem Biwakplatz und der Route über den Grad. Nach dem Geniessen der Aussicht, dem Eintrag im Gipfelbuch und einer Pause steige ich hinüber zum tiefer gelegenen Arpelihorn. Von hier aus habe ich einen sehr schönen Ausblick über den sehr langen Arpeligrat, der hinab zum Sanetschpass führt. Im Abstieg zurück zur Geltenhütte steige ich durch Blockwerk, vorbei an dem westlichen Gältegletscher und weiter auf einer Moräne. Ich kehre noch auf ein 0,5er Rivella und einen Schocko Kuchen in der Geltenhütte ein und steige anschliessend ab nach Lauenen.




Frühstück vor dem Aufbruch.


Die erste Kletterstelle auf dem Grad. Oben erwarten mich die ersten Sonnenstrahlen


Auf dem Grad.


Geltenhorn. Blick zurück auf den Gradverlauf und zum Wildhorn.


Panorama vom Geltenhorn. Leicht Links in der Ferne: Mont Blac Massiv. Gerade aus Diablerets. Leicht rechts davor Oldenhorn und noch ein Stück davor Arpelistock.


Geltenhorn. 180 Grad Panorama von der Wiesmiesgruppe bis in die Voralpen


Auf dem Arpelistock.


Der Arpeligrat vom Arpelihorn aus gesehen.


Arpelihorn. Blick auf die Route über den Ost- Westgrad. Im zweiten Drittel rechts das Geltenhorn.


Der Blick auf den Ost- Westgrad ohne Routen Einzeichnung


Panorama Ost- Westgrad Verlauf.


Im Abstieg am westlichen Gältegletscher. Blick zurück zum Arpelistock.



Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von Bianka( uwe_biahotmail.com ), 05.09.2017 um 19:29 (UTC):
Schöne Tour bei herrlichem Wetter und klasse Fernsicht! Es scheint Dir gut zu gehen Genieße den Herbst.



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