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Khun Klang Luang

Khun Klang Luang ist ein Bergdorf am Fuße des Doi Inhanon. Die Bewohner stammten  von dem Volkstamm der Karen. Ursprünglich kamen die Karen aus Myanmar nach Thailand. Viele davon als Flüchtlinge die aus ihrem eigenen Land vertrieben worden waren. Insgesamt leben etwas über 400000 Karen in Thailand.
Chiang Mai verließ ich mit einem Bus vom nördlichen Busbahnhof aus. Die Strecke bis nach Chom Thong saß ich ganz hinten im Bus. Vor meinen Füßen auf den Holzdielen auf dem Boden standen gestapelte Kartonboxen. Bis wir die Stadt verlassen hatten sammelten sich noch etliche weitere Boxen an. Die Busbegleiterin kassierte die Fahrkosten von 38 Baht. Die zwei langen Papierstreifen die ich ihn meine Hand hielt zeigten acht rote Kästchen mit je ein Baht und drei mit jeweils zehn Baht. Der Busfahrschein wie ich ihn schon etliche Mal zuvor erhalten hatte. Ein älterer Mann setzte sich neben mich, der mir später mit einer Geste verdeutlicht welches Songthaeo ich nehme sollte um in den National Park zu kommen.
Nachdem ich zum zweiten Mal die Parkgebühren von 200 Baht beglich fuhren wir weiter dem Bachlauf entlang in den Park. Außer mir saß noch ein junges Thailändisches Paar im Fahrzeug. Nach einiger Zeit drückte ich auf die Klingel um auszusteigen. Der Fahrer war erst etwas verwundert, verstand jedoch wohin ich wollte als ich die Worte „Home Stay“ nannte.
Zwei Tage zuvor erzählte ich Bootha (Der Pfleger der Anlage auf denen die vier Bungalows standen) dass ich gerne ihn dem kleinen Bungalow der fast komplett aus Bambus gefertigt war wohnen möchte. Er sprach wirklich nur einzelne Brocken Englisch. Ich nahm an dass er mich verstanden hatte. Als ich jedoch zwei Tage später ankam war der Bungalow belegt. Ich zog in ein etwas größeren nebenan.
Die Hütte lag am Ufer eines kleinen Bachlaufes. Umgeben von Meter hohem Bambus, Büschen und hohen Bäumen. Über drei Stufen gelangte ich auf die Terrasse die mit Bambusmatten ausgelegt war. Hier saß ich zum ausruhen, schreiben und zum lesen. In der Hütte selbst gab es drei Matratzen die auf dem Boden lagen, eine Steckdose und zwei Lampen. Sonst nichts. Der Boden des Badezimmers nebenan war aus Zement gegossen. An der Wand hing eine Duschbrause daneben die Toilette mit Handspülung. Es war alles sehr einfach doch mir reichte dass für die nächsten drei Tage.
Bis zum eigentlichen Dorf lief ich auf den Betonplatten, vorbei an den Terrassen angelegte Reisfelder. Die Felder waren bereits abgeerntet und auf den vertrockneten Überbleibseln suchten Wasserbüffel nach essbarem. Zwischendrin loderte ein Feuer. Hunde liefen umher.
Als ich den Anfang des Dorfes erreichte, riefen mir die Leute zu. Ich verstand es jedoch nicht und zeigte in die Richtung in die ich lief. Die Häuser sahen sehr ähnlich aus wie die die ich zuvor rund um Mae Salong gesehen hatte. Sie waren auch auf kurzen Stelzen gebaut und deren Dächer hingen tief. Manche waren mit Wedeln gedeckt andere wiederum mit rostigem Wellblech. Hunde, Katzen und Hühner liefen umher. In den kleinen Vorgärten oder Vorplätzen hing Wäsche zum trocknen an Bambusstangen. Unter den Hütten lagen im Schatten angebundene Schweine, die kleinen liefen frei herum. Leute saßen auf Poteste im Schatten der Häuser. Die Luft roch nach Rauch der auch überall zwischen den Hauser emporstieg. Manchmal lief ich durch eine dichte Rauchwolke und meine Kleider rochen eine kurze Zeit stark danach.
Am Nachmittag lief ich durch das Dorf in Richtung des Wasserfalls von dem mir die Lehrer der Schule erzählten. Schon seit ich in das Dorf gekommen war lief mir ein etwas dickere Hundedame mit einem hellbraunen Fell hinterher. Sie lief immer ein Stuck, stoppte als ich mich umdrehte und lief dann bald darauf wieder weiter.
Ich lief entlang auf rotbraunen Wegen den Berg hinauf. Nach einer Weile erreichte ich wieder abgeerntete Reisterrassen. Ein Mann mit einem Strohhut auf dem Kopf und einer dunkelblauen Umhängetasche wies mir den Weg. Ich lief ein Stück zurück und erreichte nachdem ich am Waldrand entlang lief eine Reihe von Blumenfeldern. Unter den Plastikfolien wuchsen die bunten blühenden Blumen. Eine Frau lief mit einem Korb und gebückter Haltung zwischen den Plastikzelten umher. Der Hund folgte mir noch immer. Bisher waren wir gute drei Kilometer von dem Dorf entfernt.
Als wir an einem Bach gekommen waren sah ich zwei Frauen die gegen die Strömung liefen. In der Hand trugen sie einen Ring mit einem Durchmesser von ca. 50 cm. Daran war ein Netz befestiget. Sie zogen es durch das Wasser, lupften dabei Steine empor und zogen es aus dem Wasser. Ziemlich oft befand sich ein kleiner Fisch in dem Netz den sie sorgfältig in die Umhängetasche legten die sie um die Schulter trugen. Nach einer Weile entschied ich nicht weiter zum Wasserfall zu laufen. Stattdessen kehrte ich um.
Zurück im Dorf stoppte ich um eine frisch gemahlenen Kaffee zu probieren. Der Kaffe (Bohnen) wuchsen hier an den Hängen der Berge, wurden geerntet und zum trocknen auf die geflochtenen Matten gelegt. Die Bohnen wurden frisch von Hand gemahlen und in einem großen Filter  mit heißem Wasser aufgegossen. Der Kaffe war sehr stark ja fast eher ein Espresso. Ich trank ihn ohne Milch aber mit ausreichend Zucker.
Am nächsten Morgen brach ich auf die Schule zu besuchen. Diese war jedoch geschlossen und keine Lehrer oder Schüler waren zu sehen.
Nebenan war eine Baustelle die ich schon am Tag zuvor gesehen hatte. Ich lief darauf zu. Drei Männer waren dabei eine Lattenverstrebung zu streichen. Spontan entschied ich mich zu helfen. Mit einer auf und ab Bewegung  meiner rechten Hand  verdeutlichte ich den Männern mein Anliegen. Kurze Zeit darauf kehret einer der Männer mit einer kleinen Kunststoffschale und einem Pinsel zurück. Der Pinsel war einfach, doch für die nächsten sechs Stunden ausreichend genug.  Ich half ein Stück des neuen Schulgebäudes fertig zu stellen. Ich hatte Spaß mit den Leuten. Manchmal wechselten sie spontan die Arbeit, gingen vom streichen über um neue Mauersteine zu setzen (Die Wände waren krumm und schief) oder montierten Fensterläden dessen Schrauben sie mit dem Hammer versenkt hatten. Das Gerüst wurde nicht wie üblich in Thailand aus Bambus gebaut sondern aus all dem was brauchbar und in der Umgebung zu finden war. Ein Stuhl noch einer und eine Latte und fertig war ein Arbeitsgerüst. Am faszinierendsten war jedoch eine Konstruktion mit zwei Tischen übereinander von der ich mich allerdings fern hielt.
Zum Frühstück gab es frisch im Wasser gekochten Mais. In dem Schuppen nebenan in dem ein Kühlschrank, ein paar Schüsseln und ein Wok auf einer Kochstelle standen wurde das Mittagessen zubereitet.
Am Nachmittag verließ ich die Baustelle und lief durch das Dorf zurück. Frauen waren gerade dabei Frisch geerntetes Gemüse zu schälen. Sie riefen mich herein und ich schaute ihnen eine Weile zu. Als ich kurze Zeit darauf weiter ging sah ich fünf kleine Hundebabys am Rande des Weges spielen. Sie waren nicht älter als ein paar Tage. Es war jedoch keine Mutter oder anderer Hund weit und breit zu sehen. Ich spielte eine Weile mit den kleinen. Später als ich zurück zu meiner Hütte lief, stoppte ich und schaute zu wie der Reis durch die einzige Reismaschine im Dorf schoss.
Der (Das) Reis (Korn), der (das) noch nicht von seiner Schale getrennt war wurde in den großen Trichter gefüllt. Über drei Rollen wurde er im Zick-Zack durch das innere der Maschine geschossen. Dieser Vorgang wurde dreimal wiederholt eher jedes Korn von der Schale getrennt wurde. Anschließend wird er in große Säcke verpackt.
Mehrer Menschen verrichten diese Arbeit jedoch noch mit Hand mit einem Art großen Mörser aus Holz. Eine Knochenarbeit.
Im Dorf schaute ich den Frauen zu die Kleider mit Hand webten. Für ein Oberteil brauchen sie bis zu eine Woche. Für umgerechnete 12 Euro verkaufen sie diese an die Touristen.
Am letzten Abend fuhr ich mit Bootha in das 5 Kilometer entfernte Dorf Mae Klang. Er zeigte mir ein bisschen die Umgebung. Unter anderem auch den angelegten Park den ich selbst schon ein paar Tage zuvor gesehen hatte. Er erzählte mir von der vergangen Zeit als auch hier auf den Terrassen auf denen jetzt auch Blumen blühten Opium wuchs. Vor 15 Jahren kam der König von Thailand hierher und stimmte die Menschen zum Anbau anderer Pflanzen um. Auch Bootha arbeitet sechs Jahren in den Blumengärten der Anlage. Auf dem Weg zurück zum Motorbike erzahlte ich ihm wie schön der Anblick der beleuchteten Gewächshäuser sei. Wir unterhielten uns indem wir ab und zu wenn wir nicht weiter wussten das „Dictionary“ benutzten. Er wollte mir einen schönen Aussichtspunkt zeigen von wo man aus das Lichtermeer der Gewächshäuser noch besser sehen konnte. Auf die Frage warum sie die Lichter benutzen antwortete er nur. To grow up. Ein Leuchtmittel kostete 75 Baht (knapp 2 Euro) und ich bezweifelte ob diese Leuchtmittel genügend UV ausstrahlten. Ich genoss den wirklich schönen Ausblick den es war nicht das Lichter von Häusern. Es waren Lichter die das Wachstum der Pflanzen unterstützten.
Später besuchten wir noch eine Fischfarm deren Besitzer Bottha gut kannte. „Ich kenne hier jeden und wenn ich dabei bin kommst du überall hin“ sagte er stolz.
Wir schauten uns die roten Salamander, die grünen Frösche und unzählige kleine und große Fische mit der Stirnlampe an. Eine Sorte wurde aus Skandinavien eingeführt und wog ausgewachsen ca. zehn Kilo. Ein Kilo kostete 600 Baht der ganze Fisch 145 Euro

Später fuhren wir zurück. Am Nächsten Morgen brach ich auf in den abgelegenen Westen.




                                      


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